Innungskrankenkassen

Traditionell sind Innungskrankenkassen die gesetzlichen Krankenversicherer der Handwerker. Seit der Liberalisierung der gesetzlichen Krankenversicherung können auch andere Berufsstände der IKK angehören. Eine Innungskrankenkasse hat den Status einer selbstverwalteten Körperschaft des öffentlichen Rechts.

Als traditionelle Krankenversicherer der Handwerksberufe geht die Gründung der Innungskrankenkassen auf die Einführung des gesetzlichen Sozialversicherungssystems im 19. Jahrhundert zurück. Sie zählen zu den Primärkassen und unterscheiden sich daher von den Ersatzkassen unter den gesetzlichen Krankenversicherungen. Viele der Innungskrankenkassen gehen aus den Gesellenbruderschaften und anderen Standesorganisationen der unterschiedlichen Handwerksberufe hervor.

Vielfach liegt der Entwicklung regionaler Innungskrankenkassen der Zusammenschluss verschiedener Handwerksinnungen zugrunde. Mit der Öffnung der gesetzlichen Krankenkassen seit dem Jahr 1996 erfolgen Zusammenschlüsse der regionalen Innungskrankenkassen zu Landeskassen, sodass es inzwischen in der Bundesrepublik Deutschland von den ehemals rund 150 Innungskrankenkassen noch sechs gibt. Seit der Öffnung des Krankenkassen-Systems können Angehörige aller Berufsstände den Innungskrankenkassen angehören, werden aber automatisch der für ihren Arbeitsplatz zuständigen regionalen IKK zugewiesen. Darüber hinaus besteht bundesweit die Möglichkeit zur Mitgliedschaft in der BIG Direkt als Direktversicherung der deutschen Innungskrankenkassen.