Häusliche Krankenpflege

Anders als die häusliche Pflege von Senioren ist die häusliche Krankenpflege eine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung. Sie kann zeitlich befristet oder über einen längeren Zeitraum stattfinden und sichert die medizinische Versorgung des Versicherten.

Um eine längere Krankenhausbehandlung zu vermeiden oder um das Behandlungsziel sicher zu erreichen, bietet die häusliche Krankenpflege eine Alternative. Sie ist auch eine Versorgungsmöglichkeit, wenn eine Krankenhausbehandlung nicht möglich ist. In jedem Fall muss die häusliche Versorgung von einem Arzt verordnet und von der gesetzlichen Krankenversicherung im Vorfeld genehmigt werden. Die häusliche Krankenpflege ist eine Sachleistung; die Pflegedienste rechnen die Kosten direkt mit der Krankenversicherung ab.

Als Ersatz für eine Behandlung im Krankenhaus kann die häusliche Versorgung für bis zu vier Wochen erfolgen. Neben der sogenannten Behandlungspflege übernehmen die Pflegedienste in diesen Fällen auch hauswirtschaftliche Versorgungsleistungen, sofern nicht gleichzeitig eine festgestellte Pflegebedürftigkeit besteht. Zur Sicherung des Behandlungsziels dient dagegen die reine Behandlungspflege, die zeitlich unbefristet erfolgen kann. Die Versicherten müssen pro Verordnung zehn Euro und zusätzlich für die ersten 28 Tage der Pflege zehn Prozent der Kosten als Eigenanteil leisten.