Apothekenabschlag

Jener Rabatt, den Krankenkassen von Apotheken für Arzneimittel erhalten, die verschreibungspflichtig sind, wird als Apothekenabschlag bezeichnet. Je nach Art des Medikamentes liegt der Abschlag zwischen 5 Prozent bzw. 2,30 Euro.

Im Detail wird für Fertigerzeugnisse ein Abschlag von 2,30 Euro gewährt. Dieser Apothekenabschlag wurde erst durch das Modernisierungsgesetz der GKV von 2 Euro auf 2,30 Euro erhöht. Andere Arzneimittel, die keine Fertigerzeugnisse sind, werden für die Krankenkassen um 5 Prozent reduziert, wobei der Ausgabepreis als Grundlage für die Berechnungen dient.

Um den Abschlag in Anspruch nehmen zu können, wird von den Apotheken allerdings die Voraussetzung gefordert, dass die Rechnung innerhalb von 10 Tagen beglichen sein muss. Das heißt, der Zahlungseingang muss bereits innerhalb dieser Frist erfolgt sein. Somit lässt sich dieser Abschlag mit einem Skonto vergleichen, der gewährt wird, wenn die Rechnung fristgerecht bezahlt wird. Der Apothekenabschlag ist kein Fixbetrag, sondern wird immer wieder angepasst und ist vor allem in letzter Zeit sehr umstritten.