Kopfprämien-Modell

Das Kopfprämien-Modell bezeichnet ein Reformmodell der Ende 2002 von der Bundesregierung ins Leben gerufenen Rürup-Kommission für die nachhaltige Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung: Alle beitragspflichtigen Versicherten zahlen einen fixen Beitrag („Prämie“), der unabhängig vom Einkommen ist.

Der Einkommensausgleich zwischen Besser- und Schlechterverdienern erfolgt über das allgemeine Steuersystem und nicht mehr wie bisher innerhalb der solidarischen Krankenversicherung: Über steuerfinanzierte Zuschüsse sollen Haushalte mit geringem Einkommen unterstützt werden.

Die bisher paritätische Finanzierung der Krankenkassenbeiträge durch Arbeitgeber und Arbeitnehmer würde mit diesem Modell aufgegeben. Auch die Herzog-Kommission hat sich für ein kapitalgedecktes Prämienmodell entschieden, in das alle Einkünfte einbezogen werden sollen. Das Gegenmodell zum Kopfprämien-Modell ist die so genannte Bürger-versicherung, die ebenfalls von der Rürup-Kommission vorgeschlagen wurde.