Verschreibungspflichtige Arzneimittel

Arzneimittel sind nach dem Arzneimittelgesetz verschreibungspflichtig, wenn sie bei Anwendung ohne ärztliche Überwachung die Gesundheit oder die Umwelt auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch gefährden können oder wenn sie unter Gesundheitsgefährdung häufig in erheblichem Umfange nicht bestimmungsgemäß gebraucht werden oder wenn sie Stoffe in der medizinischen Wissenschaft nicht allgemein bekannter Wirkungen oder deren Zubereitungen enthalten.

Welche Arzneimittel dies im Einzelnen sind, entscheidet für den Bereich der Humanarzneimittel das Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung per Rechtsverordnung nach Anhörung von Sachverständigen mit der Zustimmung des Bundesrates.

Die Krankenkassen übernehmen die Kosten für nahezu alle verschreibungspflichtigen Medikamente, wenn sie vom Arzt auf ein Kassenrezept verordnet worden sind. Ausgenommen sind Arzneimittel, die überwiegend der Verbesserung der privaten Lebensführung dienen, zum Beispiel potenzfördernde Mittel.