Fortbildungspflicht für Ärzte

Seit dem Jahr 2004 unterliegen Ärzte und Psychotherapeuten, die gesetzlich Krankenversicherte behandeln, der sogenannten Fortbildungspflicht. Sie müssen ihre Fortbildungsbemühungen regelmäßig den Kassenärztlichen Vereinigungen nachweisen. Kommen Sie dieser Pflicht nicht nach, wird die Vergütung gekürzt.

Um die Qualität der medizinischen Versorgung sicherzustellen, sind Ärzte und Psychotherapeuten verpflichtet, sich regelmäßig fortzubilden. Für jeden Mediziner führt die zuständige Ärztekammer ein Punkte-Konto, auf dem in Fünf-Jahres-Schritten ab seiner Zulassung als Vertragsarzt der gesetzlichen Krankenversicherung 250 Punkte vorweisen muss. Im Sinne der Fortbildungspflicht werden Fortbildungsnachweise in Form von Zertifikaten der Ärzte- und Psychotherapeutenkammern anerkannt.

Ist ein Arzt oder Psychotherapeut seiner Fortbildungspflicht nicht nachgekommen, leitet die Kassenärztliche Vereinigung Sanktionen ein. In den ersten vier Quartalen sinkt die Vergütung durch die gesetzliche Krankenversicherung um 10 %, im folgenden Jahr muss mit Einbußen von 25 % gerechnet werden. Kommt der betroffene Mediziner seiner Fortbildungspflicht weiterhin nicht nach, verletzt er seine vertraglichen Verpflichtungen grob. Ein Verfahren zur Entziehung der Zulassung ist die Folge.