Übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten einer Entbindung im Geburtshaus?

Eine Frau, die gesetzlich krankenversichert ist, hat Anspruch auf Erstattung der Kosten für eine ambulante Entbindung in einem Geburtshaus. Der GKV-Spitzenverband und die Verbände der Hebammen treffen die Regelungen zu den Betriebskostenpauschalen und sie legen die qualitativen Anforderungen an ein Geburtshaus fest.

Das erste Geburtshaus Deutschlands eröffnete 1985. Seitdem wuchs die Zahl dieser Einrichtungen stetig. Geburtshäuser verstehen sich als selbstständige außerklinische Einrichtungen für die Primärversorgung von Schwangeren und Gebärenden. Ein Geburtshaus koppelt sich bewusst von Entbindungskliniken ab und möchte Unterstützungsarbeit in Sachen selbstbestimmte Geburt leisten.

Zudem legen Geburtshäuser Wert darauf, dass Frauen seelisch und geistig gesund zu ihrer Schwangerschaft stehen und auch später entsprechend mit dem Kind umgehen. Für die Zeitdauer von Beginn einer Schwangerschaft bis zur Geburt werden die Frauen bzw. werdenden Eltern hauptsächlich von Hebammen unterstützt.

Kostenübernahme durch Krankenkassen

Eine Frau, die gesetzlich krankenversichert ist, hat Anspruch auf Erstattung der Kosten für eine ambulante Entbindung in einem Geburtshaus. Der GKV-Spitzenverband und die Verbände der Hebammen treffen die Regelungen zu den Betriebskostenpauschalen und sie legen die qualitativen Anforderungen an ein Geburtshaus fest.

Seit 2011 gilt ein Ergänzungsvertrag nach § 134 a SGB V. Dieser Ergänzungsvertrag beinhaltet unter anderem eine Materialliste für die Mindestanforderung an die sächliche Ausstattung eines Geburtshauses. Ferner enthält er Kriterien, die zum Ausschluss einer Geburt in einem Geburtshaus führen.

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