Motorradversicherung

In Deutschland ist jeder Halter eines Kraftfahrzeugs gesetzlich dazu verpflichtet, sein Fahrzeug bei der Zulassungsstelle anzumelden und eine Kfz-Versicherung abzuschließen. Dabei betrifft die Anmeldungs-, Zulassungs- und Versicherungspflicht neben Personenkraftwagen, Nutzfahrzeugen und Sonderkraftfahrzeugen auch Motorräder, jedoch nicht sogenannte Mofas.

Aus diesem Grund sind nur die Halter folgender Zweiräder dazu verpflichtet, eine Motorradversicherung abzuschließen:

  • Halter von Kleinkrafträdern mit einem Hubraum bis 50 ccm, 
  • Halter von Leichtkrafträdern mit einem Hubraum von 50 bis 80 ccm, 
  • Halter von Leichtkraftrollern mit einem Hubraum von 50 bis 80 ccm, 
  • Halter von Kraftrollern und Krafträdern mit einem Hubraum über 50 ccm. 

Für alle anderen Halter eines motorisierten Zweirads, als Beispiele hierfür sind die Mofas sowie Mopeds mit einem Hubraum bis 50 ccm und einer Geschwindigkeit bis 50 km/h zu nennen, besteht die Möglichkeit der Zulassung des Fahrzeuges sowie des Abschlusses einer Motorradversicherung nicht. Halter dieser Fahrzeuge können nur ein für ein Jahr gültiges Versicherungskennzeichen erwerben.

Motorradversicherung – das Saisonkennzeichen
Während die Versicherungskennzeichen für Mofas und Mopeds mit einem Hubraum bis 50 ccm und einer Geschwindigkeit bis 50 km/h grundsätzlich nur ein Versicherungsjahr lang gültig sind, ist bei einer Motorradversicherung der Versicherungsschutz zeitlich nicht beschränkt. Diese kann neben der Haftpflichtversicherung auch eine Kaskoversicherung enthalten.

Äquivalent wie beim Pkw verlängert sich der Versicherungsschutz automatisch. Trotzdem besteht bei diesen Fahrzeugen aber auch grundsätzlich die Möglichkeit, das Motorrad nur für einen bestimmten Zeitraum zu versichern. In diesem Fall erhält der Fahrzeughalter ein sogenanntes Saisonkennzeichen und kann dadurch Versicherungsbeiträge einsparen.