Wiederbeschaffungswert

Im Rahmen einer Schadenregulierung muss durch die Kfz-Versicherung ermittelt werden, wie hoch der Wiederbeschaffungswert eines Unfallfahrzeuges ausfällt. Dieser setzt sich aus unterschiedlichen Faktoren zusammen, die einem neutralen Gutachter zur Bewertung dienen und Auskunft über die Reparaturwürdigkeit geben.

Der Wiederbeschaffungswert eines Fahrzeugs im Rahmen der Schadenregulierung drückt den Wert aus, der aufgebracht werden muss, um ein vergleichbares Fahrzeug wieder zu beschaffen. Der Wert schließt darüber hinaus auch die Beschaffungsnebenkosten ein. Faktoren, die sich wertmindernd auswirken können, wie der allgemeine Zustand eines Unfallfahrzeuges, der Kilometerstand, die Anzahl der Vorbesitzer und das Fahrzeugalter, werden durch einen Sachverständigen neutral bewertet. Der Wiederbeschaffungswert ist somit der Wert, den ein Fahrzeughalter aufbringen muss, um ein Fahrzeug zu erwerben, das dem objektiven Wert des Fahrzeugs vor dem Eintritt des Unfalles entspricht.

Einen besonderen Stellenwert nimmt das Verhältnis zwischen Wiederbeschaffungswert und der tatsächlichen Schadenshöhe ein. Daraus leiten Sachverständige ab, ob ein Unfallfahrzeug überhaupt reparaturwürdig ist. Konkret bedeutet dies: Übersteigen die Werkstattkosten den Wiederbeschaffungswert um eine hohe Summe, kann der Versicherungsnehmer lediglich mit einem Betrag rechnen, der erforderlich ist, sich ein gleichwertiges Fahrzeug zu beschaffen.