Sonderkündigungsrecht in der Kfz-Versicherung

Das Sonderkündigungsrecht ermöglicht Fahrzeughaltern unter bestimmten Umständen, auch außerhalb der herkömmlichen Kündigungsfrist von einem Monat vor Laufzeitende einen Kfz-Versicherungsvertrag zu beenden. Bei Teil- und Vollkaskoversicherungen sollte sich der Versicherungsnehmer die Aufnahmebestätigung eines anderen Anbieters schriftlich sichern.

Das Sonderkündigungsrecht, auch außerordentliche Kündigung genannt, ermöglicht dem Versicherungsnehmer abweichend von der herkömmlichen Kündigungsfrist von vier Wochen vor dem Laufzeitende, auch danach das Vertragsverhältnis mit seinem Versicherer zu lösen. Erhöht ein Versicherer seine Beiträge, ist problemlos eine Kündigung möglich, auch wenn die erhöhten Kosten im Zusammenhang mit einer Änderung der Versicherungsbedingungen stehen.

Ebenso kann der Versicherte von seinem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen, wenn eine Umstufung der Regionalklasse vorgenommen wird oder sich die Typklasse ändert, die jährlich überprüft und angepasst wird. Wechselt der Versicherte sein Fahrzeug, ist jederzeit ein Ausstieg aus dem laufenden Vertrag möglich, denn der Versicherungsschutz endet mit dem Abmelden des Altfahrzeugs. Hat die Versicherung einen Schaden reguliert, können Versicherungsnehmer innerhalb von vier Wochen nach der abschließenden Bearbeitung des Schadenfalls die Police kündigen. Dies sollte immer in Schriftform erfolgen und per Einschreiben an die Versicherungsgesellschaft geschickt werden.