Gefährdungshaftung

Die Gefährdungshaftung kann in der Versicherung inkludiert werden. Damit ist der Versicherte auch vor Schadenersatzansprüchen für Schäden geschützt, die zwar in seinem Einflussbereich lagen, für deren Verursachung er jedoch nicht direkt die Schuld trägt.

Die Gefährdungshaftung stellt das Gegenteil der Verschuldenshaftung dar. Das heißt, der Verursacher eines Schadens muss nicht unbedingt auch tatsächlich daran schuld sein. Hat er sich nach dem Gesetz konform verhalten, kann er dennoch durch die Gefährdungshaftung für den Schaden haftbar gemacht werden. Die Gefährdungshaftung tritt besonders bei Schäden mit einem Kfz auf; aber auch Hundehalter oder Pferdebesitzer können belangt werden.

Daher ist diesen Personengruppen zu empfehlen, eine private Haftpflichtversicherung abzuschließen, um im Schadensfall abgesichert zu sein. Die Gefährdungshaftung greift zum Beispiel, wenn es zu einem Unfall durch einen geplatzten Autoreifen gekommen ist und in der Folge beispielsweise ein Schaden durch Kollision mit einem anderen Fahrzeug oder Gebäude verursacht wird.