Rentenabschläge

Als Rentenabschläge werden die Minderungen in der Rentenhöhe bezeichnet, die sich ergeben, wenn Altersrenten nach Anhebung der Altersgrenze vorzeitig in Anspruch genommen werden.

Für jeden Monat, den die Altersrente früher bezogen wird, ergibt sich ein Abschlag von 0,3 %. Bei einem um maximal fünf Jahre vorgezogenen Rentenanspruch beträgt die Minderung 18 %. Diese kann durch besondere Beitragszahlungen ausgeglichen werden.

Bei Renten wegen Erwerbsminderung oder wegen Todes kann es ebenfalls zu Abschlägen von bis zu 10,8 % kommen, wenn der Rentenfall vor dem 63. Lebensjahr eintritt. Gesteuert werden die Rentenabschläge über den in der Rentenformel integrierten Zugangsfaktor.

Zu Rentenminderungen kann es auch im Zusammenhang mit dem Versorgungsausgleich bei Ausgleichspflichtigen kommen, wenn Rentenanwartschaften übertragen werden. Ebenso sind Rentenminderungen aufgrund eines Rentensplittings bei dem Ehegatten oder Eingetragenen Lebenspartner möglich, der Entgeltpunkte an den anderen abgibt.