Kindererziehungszeiten

Als rentenrechtliche Zeit wurden Kinderziehungszeiten für das Babyjahr in der gesetzlichen Rentenversicherung eingeführt, in der sie als Pflichtbeitragszeit gelten. Für deren Feststellung müssen diese beim zuständigen Rentenversicherungsträger beantragt werden. Sie orientieren sich am Geburtsjahr des Kindes.

Kindererziehungszeiten haben eine rentenbegründende und eine rentensteigernde Wirkung. Rentenbegründend gelten sie als Beitragszeit und werden zu den Wartezeiten gerechnet, die für die Inanspruchnahme einer Rente eine Voraussetzung darstellen. Da Kindererziehungszeiten in der Rentenversicherung wie Pflichtbeitragszeiten von Durchschnittsverdienern gewertet werden, wird Erziehern von Kindern pro Jahr ein Entgeltpunkt gutgeschrieben.

Übt der Elternteil während der Kindererziehungszeit eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung aus, so sind die Entgeltpunkte aus beiden zu addieren. Dies wird als additive Anrechnung auf die Rentenjahre bezeichnet. Als Zeiten für die Kindererziehung werden die ersten drei Lebensjahre des Kindes angerechnet. Bei Kindern, die vor dem 1. Januar 1992 geboren sind, erfolgt nur die Wertung von einem Jahr. Bei einem weiteren Kind wird die Kindererziehungszeit der zeitgleichen Erziehung mehrerer Kinder auf die drei Jahre aufgerechnet.