Behinderung

Menschen sind behindert, wenn sie körperlich, geistig oder seelisch mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate von dem für das Lebensalter typischen Zustand abweichen und daher ihre Teilhabe an der Gesellschaft beeinträchtigt ist. Sie sind von Behinderung bedroht, falls die Beeinträchtigung zu erwarten ist. Schwerbehinderung besteht, wenn ein Grad der Behinderung von wenigstens 50 Prozent vorliegt.

Für behinderte und von Behinderung bedrohte Menschen sind — über den Bereich der Rentenversicherung hinaus — Leistungen nach dem SGB IX vorgesehen, um eine gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft, einschließlich am Arbeitsleben, zu ermöglichen.

Dementsprechend haben Leistungen zur Teilhabe die Aufgabe, eine Behinderung abzuwenden, zu beseitigen, zu mindern, ihre Verschlimmerung zu verhüten oder ihre Folgen zu mildern. In der Rentenversicherung sind diese Leistungen speziell darauf ausgerichtet, die Erwerbsfähigkeit zu erhalten, wesentlich zu bessern oder wiederherzustellen.

Bei Behinderung (insbesondere Schwerbehinderung) kommt auch die Zahlung von Renten in Betracht (insbesondere Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit oder Altersrente für schwerbehinderte Menschen).