Heimärzte

Heimärzte erfüllen gemeinsam mit dem Pflegepersonal spezielle Versorgungsziele. Zu den Voraussetzungen gehört, dass Mediziner über eine zusätzliche geriatrische Ausbildung verfügen. Pflegebedürftige können nach wie vor von ihrem Recht auf freie Arztwahl Gebrauch machen.

Seit der Pflegereform aus dem Jahr 2008 ist es Pflegeeinrichtungen bei bedarfsgerechtem Anspruch möglich, Heimärzte einzustellen. Im Alltag wird die ärztliche Versorgung in einem Pflegeheim überwiegend von niedergelassenen Ärzten gewährleistet. Um Versorgungsziele effizienter zu erfüllen, sollen Heimärzte beschäftigt werden. Zu den Zielen gehören unter anderem gemeinsame Fallbesprechungen, Visiten und eine medizinische Versorgung in den Nachtstunden und an den Wochenenden.

Im Mittelpunkt steht dabei eine allgemeine Verbesserung der ambulanten medizinischen Versorgung in einer stationären Pflegeeinrichtung. Kooperationsverträge kann die Kassenärztliche Vereinigung mit Vertragsärzten abschließen. Zu den Voraussetzungen gehört, dass diese Mediziner im Arztregister eingetragen sind und über eine geriatrische Zusatzausbildung verfügen. Eine vollstationäre Pflegeeinrichtung muss gegenüber den Landesverbänden der Pflegekassen offen legen, in welchem Umfang die ärztliche Versorgung sichergestellt ist. Pflegebedürftige behalten in jedem Fall ihr Recht auf freie Arztwahl.