Haftungsrecht

Nach dem Bundesgesetzbuch besagt das Haftungsrecht, dass jemand, der rechtswidrig oder schuldhaft das Leben, den Körper, die Gesundheit, die Freiheit oder ein Recht eines Dritten verletzt, für den entstandenen Schaden haftet.

Die Haftung wird dazu verwendet, um Strafansprüche durchzusetzen oder privatrechtliche Ansprüche von Rechtssubjekten, die gegen einen Dritten gestellt werden, zu vollstrecken. Obwohl das Haftungsrecht nicht mit der privatrechtlichen Schuld oder der Schadenersatzpflicht zu verwechseln ist, gilt im Haftungsrecht das Verursacherprinzip. Dieses besagt, dass jemand, der einen Schaden verursacht, auch dafür haften und somit einstehen muss.

In den einzelnen Absätzen des Bundesgesetzbuches wird das Haftungsrecht ausführlich definiert. Demnach ist man auch zum Schadenersatz verpflichtet, wenn man schuldhaft gegen ein Gesetz verstößt, um einen anderen zu schützen, der einen Schaden verursacht hat. Grundsätzlich stellt das Recht der Haftung einen juristischen Sammelbegriff dafür dar, der im Zivilrecht und im öffentlichen Recht angewandt wird; hierunter würde beispielsweise auch die Staatshaftung fallen, für die jedoch spezielle Gesetze gelten.