Gemeinschaftspraxis

In einer Gemeinschaftspraxis schließen sich mehrere Ärzte oder Zahnärzte zusammen und üben ihren Beruf gemeinschaftlich aus. Die Mitglieder treten wirtschaftlich als Einheit auf; nur bei Behandlungsfehlern haftet jeder Arzt separat.

Eine Gemeinschaftspraxis ist der wirtschaftliche Zusammenschluss von mindestens zwei Ärzten oder Zahnärzten. Die Kassenärztlichen Vereinigungen behandeln die Praxen als Einheit. Das Gegenteil der Gemeinschaftspraxis ist die Praxisgemeinschaft. Hier nutzen ebenfalls mindestens zwei Mediziner gemeinsam die Räumlichkeiten, aber gegenüber den Patienten sowie den kassenärztlichen Vereinigungen treten die einzelnen Mitglieder Gemeinschaft als einzelne, unabhängig betriebene Praxen auf.

Der Begriff Gemeinschaftspraxis wurde im Jahr 2007 durch die Bezeichnung Berufsausübungsgemeinschaft ersetzt. Die Gründung einer solchen Gemeinschaft ist genehmigungspflichtig. Neben der klassischen Gemeinschaftspraxis, in der mehrere Mediziner an einem Ort arbeiten, bestehen auch überörtliche Berufsausübungsgemeinschaften. Seit dem Jahr 2004 dürfen sich auch Ärzte und Zahnärzte zusammenschließen, die jeweils eigenständige Praxen an verschiedenen Orten betreiben. Die häufigste gewählte Rechtsform ist die BGB-Gesellschaft. Treten die Mediziner im Bereich der Abrechnung als eine Einheit auf, betreffen Fragen der Haftung die jeweiligen Mitglieder dagegen einzeln.