Gesundheitsfonds

Bei der gesetzlichen Rentenversicherung zahlen Mitglieder, Arbeitgeber und Sozialleistungsträger Beiträge an eine zentrale Stelle, von wo aus die jeweiligen Versicherungsträger ihre Leistungen beziehen. Dieses System der Finanzierung wird als Gesundheitsfonds bezeichnet.

Dabei handelt es sich um ein System, in das mehrere Versicherungsträger integriert sind, um die Finanzierung der gesetzlichen Kranken- oder Rentenversicherung sicherstellen zu können. Die Beitragssätze für den Gesundheitsfonds sind einheitlich geregelt, wobei lediglich die landwirtschaftliche Krankenversicherung eine Ausnahme darstellt. Alle anderen Arbeitnehmer zahlen einen fixen Prozentanteil ihres Einkommens in diese Fonds ein.

Auch die Arbeitgeber leisten einen Beitrag. Die Rentenversicherung übernimmt von den insgesamt 15,5 Prozent des gesamten einheitlichen Beitragssatzes 7,3 Prozent. Der restliche Teil wird vom Rentner geleistet, indem der Beitrag von der Rente einbehalten und an die zuständige Krankenkasse abgeführt wird. Unter bestimmten Voraussetzungen haben die Krankenkassen die Möglichkeit, auch ohne Einkommensprüfung einen Zusatzbeitrag in Höhe von bis zu 8 Euro pro Monat einzuheben, um die Gesundheitsfonds refinanzieren zu können.