Kassenarzt

Der Kassenarzt, heute Vertragsarzt genannt, darf im Rahmen der Vorgaben der Gesetzlichen Krankenversicherung ambulant Kassenpatienten behandeln. Zugelassen werden ausschließlich Mediziner, die sich unter anderem dazu verpflichten, die gesetzlichen und vertraglichen Grundlagen der GKV einzuhalten.

Der Vertragsarzt, der früher die Bezeichnung Kassenarzt führte, wird von der Gesetzlichen Krankenversicherung nur dann zugelassen, wenn er neben der Approbation auch in das Arztregister eingetragen ist und sich dazu bereit erklärt, die vertraglichen Grundlagen der GKV bei der ambulanten Behandlung einzuhalten. Ein Kassenarzt ist Mitglied einer Selbstverwaltungskörperschaft, der Kassenärztlichen Vereinigung, kurz KV genannt. Diese einigt sich zusammen mit den einzelnen Landesverbänden der Kassen unter anderem über die Vergütungen einzelner medizinischer Leistungen.

Im Einzelnen sind medizinische Behandlungen an das 5. Sozialgesetzbuch gebunden, was dazu auffordert, lediglich zweckmäßige Behandlungen durchzuführen, die auch als wirtschaftlich akzeptabel gelten. Eine medizinische Versorgung, die das Notwendige überschreitet, ist nicht gestattet. Der zugelassene Kassenarzt ist berechtigt, allein, in einer Praxisgemeinschaft oder in einem Versorgungszentrum seine Patienten zu behandeln.