Gesamtsozialversicherungsbeitrag

Als Gesamtsozialversicherungsbeitrag bezeichnet man all jene Beträge, die Arbeitgeber von den Versicherten in Form der Sozialversicherungsbeiträge einbehalten und an die zuständigen Krankenkassen weiterleiten. Dieser besteht aus den Kranken-, Arbeitslosen-, Pflege- und Rentenversicherungsbeiträgen.

Die Sozialversicherungsbeiträge setzen sich aus einem Arbeitnehmer- und einem Arbeitgeberanteil zusammen. Diese werden zum Gesamtsozialversicherungsbeitrag hinzugezählt. Es ist die Aufgabe des Arbeitgebers, die einbehaltenen Beiträge an die zuständigen Stellen weiterzuleiten. Der Arbeitnehmer hat lediglich die Pflicht, die von ihm geforderten Beiträge dem Arbeitgeber zu überlassen. Er muss sich nicht um die Weiterleitung an die Krankenkasse kümmern und erhält lediglich den Nettolohn ausbezahlt.

Versäumt der Arbeitgeber es, die Arbeitnehmerbeiträge weiterzuleiten, so kann er dies bei den nächsten drei Lohn- oder Gehaltszahlungen nachholen. Kommt der Arbeitgeber der Pflicht zur Weiterleitung der Beiträge nicht in angemessener Zeit nach, drohen die Aktivierung entsprechender Mahnverfahren und die Erhebung von Strafen. In der landwirtschaftlichen Krankenversicherung zählen die Beiträge zur Renten- und Arbeitslosenversicherung auch zum Gesamtsozialversicherungsbeitrag, der fristgerecht abgegeben werden muss.