Bundesgesundheitsamt

Das im Jahr 1952 gegründete Bundesgesundheitsamt gibt es seit 1994 nicht mehr. Durch Neuorganisation sind die Aufgaben nun auf das Robert-Koch-Institut, das Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte sowie das Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin aufgeteilt.

Als Nachfolgebehörde des ehemaligen Reichsgesundheitsamtes übernahm das Bundesgesundheitsamt von 1952 bis 1994 die Aufgabe der zentralen staatlichen Forschungseinrichtung des öffentlichen Gesundheitswesens. Als Bundesbehörde befasste sich das Bundesgesundheitsamt mit den originären Aufgaben des öffentlichen Gesundheitswesens und erforschte verschiedene Risiken durch Seuchen und seuchenähnliche Erkrankungen. Die Behörde war gegliedert in das Institut für Arzneimittel, das Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie, das Institut für Strahlenhygiene, das Institut für Wasser-, Boden- und Lufthygiene, das Max-von-Pettenkofer-Institut für Verbraucherschutz, das Robert-Koch-Institut und das Robert von-Ostertag-Institut für Veterinärmedizin.

Aufgrund einer Neuorganisation nehmen heute das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, das Robert-Koch-Institut und das Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin die Aufgaben wahr. In diesem Zusammenhang erfolgte auch die Ausgliederung von Aufgaben an andere, bereits bestehende Institute. Daher gehört das Institut für Wasser-, Boden- und Lufthygiene inzwischen dem Umwelt-Bundesamt an.