Härtefallregelung

Die gesetzliche Krankenversicherung schützt mit der Härtefallregelung Versicherungsnehmer durch die Berücksichtigung von bestimmten Belastungsgrenzen, wenn es um die Zuzahlung bei medizinischen Leistungen geht. Diese wird anhand des jährlichen Bruttoeinkommens ermittelt.

Für zahnmedizinische Leistungen wird eine eigene Härtefallregelung angewandt. Die Belastungsgrenze für die Zuzahlungen liegt grundsätzlich bei zwei Prozent der jährlichen Bruttoeinnahmen des Versicherten, wobei bestimmte Freibeträge berücksichtigt werden. Bei Zahnersatz hingegen stockt die Krankenkasse den Festzuschuss bis zu 100 Prozent der entstandenen Kosten auf oder gewährt einen Festzuschuss von 50 bis 100 Prozent, wenn bestimmte Grenzen nicht überschritten werden. Diese liegen bei Versicherten bei 40 Prozent der Bezugsgröße.

Bei der Anwendung der Härtefallregelung wird für Kinder ein Freibetrag abgezogen. Für die Ermittlung des Haushaltsbruttoeinkommens werden alle Einkünfte der im Haushalt lebenden Personen addiert, wobei die Bezugsgröße für den ersten im Haushalt lebenden Angehörigen um 15 Prozent und für weitere Angehörige um 10 Prozent reduziert wird. Diese Regelung gilt nur für erwachsene Versicherte, da Kinder von Zuzahlungen befreit sind.