Gemeinsamer Bundesausschuss

Der gemeinsame Bundesausschuss trifft viele Entscheidungen im Gesundheitswesen in allen Fragen rund um die Versorgung durch die gesetzliche Krankenversicherung. Das Gremium setzt sich aus Vertretern der Ärzteschaft und der Kostenträger zusammen.

Als gemeinsamer Bundesausschuss wird ein Rat aus dreizehn Vertretern im Gesundheitswesen bezeichnet. Drei unabhängige Mitglieder, die auch den Vorsitzenden stellen, und 10 Repräsentanten aus Ärzteschaft und Kostenträgern bilden den Ausschuss. Die fünf Abgesandten der Mediziner gehören der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung sowie der Deutschen Krankenhausgesellschaft an. Die Seite der Kostenträger vertritt der GKV-Spitzenverband. Bis zu fünf Vertreter der Patienteninteressen stehen dem gemeinsamen Bundesausschuss beratend zur Seite. Sie verfügen über kein Stimmrecht.

Der gemeinsame Bundesausschuss regelt viele Fragen rund um gesetzliche Krankenversorgung. Dort werden beispielsweise die Festbeträge für Medikamente oder die Zulassung von Behandlungs- und Untersuchungsmethoden beschlossen. Auch über spezielle Behandlungsprogramme für chronische Erkrankungen und Vorsorgeleistungen entscheidet dieses höchste Gremium im Gesundheitswesen. Ihm obliegen die Qualitätssicherung und das Qualitätsmanagement in der Krankenversicherung.