Chronikerregelung

Die Chronikregelung stammt aus der Gesundheitswirtschaft und besagt, dass chronisch kranke Personen grundsätzlich maximal bis zu einem Prozent ihres Bruttoeinkommens Zuzahlungen zu medizinischen Behandlungen, Rehabilitationen oder erstattungspflichtigen Medikamenten leisten müssen.

Damit die Chronikregelung angewandt werden kann, müssen einige Voraussetzungen eingehalten werden. Dies wurde im Jahr 2008 beschlossen, um die Versicherten zu animieren, Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch zu nehmen und auf die eigene Gesundheit zu achten. Dadurch soll die Früherkennung gefördert werden. Für Versicherte, deren Erstdiagnose der chronischen Erkrankung bereits vor dem 1. April 2007 gestellt wurde, fallen in die Chronikregelung, sofern sie sich an die Therapie- und Behandlungspläne der behandelnden Ärzte halten.

Hat der Versicherte eine schwere Behinderung oder ist er pflegebedürftig, so gilt dies nicht. Damit Versicherte, deren Diagnose nach 2007 gestellt wird, die reduzierten Belastungsgrenzen beanspruchen können, müssen Vorsorgeuntersuchungen und Beratungen nachweisen. Der Grund für diese Neuregelung liegt vor allem darin, dass chronisch Kranke nicht von den geringen Belastungsgrenzen profitieren und auch nicht die eigene Gesundheit gefährden, indem sie Vorsorgeuntersuchungen usw. nicht in Anspruch nehmen.