Überschussbeteiligung in der Berufsunfähigkeitsversicherung

Versicherte erhalten in der Berufsunfähigkeitsversicherung eine Beteiligung an den Überschüssen des Versicherers. Die Überschussbeteiligung ist gesetzlich verankert. Die Höhe der Überschüsse hängt von zahlreichen Faktoren ab.

Mit der Überschussbeteiligung erhalten Versicherte eine Beteiligung an den Gewinnen eines Versicherers. Dies ist in § 153 Versicherungsvertragsgesetz ausdrücklich geregelt. Dort wird unterschieden in Überschüssen und in der Beteiligung an den Bewertungsreserven. In der Berufsunfähigkeitsversicherung entstehen Überschüsse, wenn weniger Versicherungsfälle eintreten als kalkuliert, die Verwaltungskosten geringer ausfallen als angenommen oder durch Erträge aus den Kapitalanlagen. Bewertungsreserven entstehen z.B. bei Immobilien, wenn der Marktwert der Objekte höher als der Bilanzwert ist.

Wie auch in der privaten Lebens- und Rentenversicherung üblich, werden die Versicherten an den Überschüssen beteiligt. Die Höhe der Überschüsse ist jedoch nicht garantiert und wird von Jahr zu Jahr neu festgesetzt. Höhere Überschüsse führen in der Regel zu einem geringeren Zahlbeitrag in der Berufsunfähigkeitsversicherung und umgekehrt, sofern als Überschussmodell die Beitragsverrechnung gewählt wurde. Bei der verzinslichen Ansammlung erhält der Kunde bei Vertragende eine höhere Summe ausgezahlt, wenn die Überschussbeteiligung ansteigt. Beim Bonus-System erhöht bzw. verringert sich die Berufsunfähigkeitsrente. Diese Art der Überschussbeteiligung rechnet sich nur für Versicherte, die berufsunfähig werden und eine Rente erhalten.

Grundsätzlich ist der Modell der Beitragsverrechnung zu empfehlen, weil dadurch der zu zahlende Beitrag geringer ausfällt und eine sofortige Beteiligung an den Überschüssen des Versicherers erfolgt.