Gibt es bei der Riester-Rente Zulagen während der Kindererziehungszeit?

Wer Kinder erzieht, ist grundsätzlich unmittelbar zulagenberechtigt, das gilt ab dem 1. Monat nach der Geburt und dann für insgesamt maximal 36 Monate. Wer mehreren Kindern das Leben schenkt, bei dem verlängert sich die Zeit der Pflichtversicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung um die Anzahl der sogenannten nicht genutzten Monate.

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Unmittelbare Förderberechtigung während der Kindererziehungszeit

Wer Kinder erzieht, ist während der rentenversicherungsrechtlichen Kindererziehungszeit (maximal für die ersten drei Lebensjahre eines jeden Kindes) unmittelbar förderberechtigt. Die Kindererziehungszeit ist eine Zeit der Pflichtversicherung – mit der Besonderheit, dass der Staat die Zahlung der Rentenversicherungsbeiträge übernimmt. Das gilt ab dem 1. Monat nach der Geburt und dann für insgesamt maximal 36 Monate.

Wer mehreren Kindern das Leben schenkt, bei dem verlängert sich die Zeit der Pflichtversicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung um die Anzahl der sogenannten nicht genutzten Monate. Wer beispielsweise 2 Jahre nach der Geburt des ersten Kindes noch ein Kind bekommt, bei dem sind die verbleibenden 12 Monate Elternzeit des 1. Kindes nicht verloren. Sie werden an die „neue“ Elternzeit angehängt. So gelangt man nach der Geburt des 2. Kindes für insgesamt 48 Monate in den Genuss der Pflichtversicherung in der Elternzeit und damit ist die Möglichkeit gegeben, die Riester-Förderung für diese 48 Monate in Anspruch nehmen zu können.

Höchstzulagen

Um die volle Förderung zu erhalten, muss die Einzahlung des Mindesteigenbeitrages erfolgen. Dieser orientiert sich im ersten Jahr der Elternzeit am Vorjahreseinkommen. Das bedeutet, dass Eltern, die im ersten Jahr der Elternzeit keine Einkünfte erzielen, trotzdem 4 Prozent des Vorjahreseinkommens in den Riester-Vertrag einzahlen müssen.

In den weiteren Jahren der Elternzeit werden dann nur noch 60 Euro pro Jahr fällig, sofern keine weiteren Einkünfte vorliegen. Im ersten Jahr nach der Elternzeit müssen die Sparer nur den Mindesteigenbeitrag in den Riester-Vertrag einzahlen, auch wenn sie ihre Berufstätigkeit wieder aufgenommen haben. Der Grund für den verminderten Beitrag liegt darin, dass für das erste Jahr nach der Elternzeit das Vorjahreseinkommen als Berechnungsgrundlage dient.

Mütter und Väter, die vor ihrer Elternzeit nicht berufstätig waren und als mittelbar Förderberechtigte einen Riestervertrag abschlossen, müssen während ihrer Elternzeit den Sockelbetrag in Höhe von 60 Euro leisten, um die staatliche Förderung erhalten zu können.

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