Was ist bei der Riester-Rente der Mindesteigenbeitrag und der Sockelbeitrag?

Für jeden zertifizierten Sparvertrag zahlt der Staat eine Zulage. Für den Erhalt der maximalen Riester-Förderung müssen vier Prozent des Bruttogehalts des Vorjahres in den Vorsorgevertrag eingezahlt werden - der sogenannte Mindesteigenbeitrag - und ein Sockelbeitrag in Höhe von 60 Euro.

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Mindesteigenbeitrag

Der Mindesteigenbeitrag beträgt vier Prozent des rentenversicherungspflichtigen Bruttogehaltes des Vorjahres, gekürzt um die individuellen Zulagen. Der Höchstwert liegt bei 2.100 Euro pro Jahr. Die Höhe des Mindesteigenbeitrages wird jährlich neu ermittelt, womit sichergestellt ist, dass sich der Eigenbeitrag der Riester-Rente an die Einkommensentwicklung anpasst.

Die Höhe des Mindesteigenbeitrages erhöhte sich seit der Einführung der Riester-Rente im Jahr 2002 sukzessive. In den Beitragsjahren 2002 und 2003 betrug der Mindesteigenbeitrag 1 % des rentenversicherungspflichtigen Bruttogehaltes und es konnten maximal 525 Euro steuerlich geltend gemacht werden. In den Beitragsjahren 2004 und 2005 kletterte der Beitrag auf  2% bzw. auf maximal € 1.050 Euro, in den Beitragsjahren 2006 und 2007 auf  3% bzw. maximal € 1.575 Euro und seit dem Beitragsjahr 2008 beträgt der Mindesteigenbeitrag jährlich 4% und es dürfen maximal € 2.100 steuerlich in Abzug gebracht werden.

Es besteht die Möglichkeit, eine höhere Summe als den Mindesteigenbeitrag einzuzahlen, allerdings ist die steuerliche Förderung auf die Höchstbeträge für den Sonderausgabenabzug begrenzt.

Sockelbeitrag

Als sogenannter Sockelbetrag, der mindestens eingezahlt werden muss, hat der Gesetzgeber 60 Euro pro Jahr festgelegt. Der Sockelbeitrag soll sicherstellen, dass zumindest ein geringer Betrag zur Riesterrente aus der eigenen Tasche geleistet wird. Ohne Eigenleistung gibt es keine staatliche Förderung.

Ist der ermittelte Mindesteigenbeitrag niedriger als der Sockelbeitrag, gilt der Sockelbeitrag als maßgebende Größe. Wer weniger einzahlt, erhält eine anteilig gekürzte Riester-Förderung. Sparer müssen auch dann einen eigenen Beitrag zur Riester-Rente leisten (Sockelbeitrag), wenn die staatlichen Zulagen bereits höher als der Mindesteigenbeitrag sind.

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