Was ist das Mutterschaftsgeld und welche Leistungen gibt es?

Mutterschaftsgeld wird von den gesetzlichen Krankenkassen während der Schutzfristen vor und nach der Entbindung sowie für den Entbindungstag gezahlt. In der Regel gewähren die Krankenkassen eine Tagessatz in Höhe von 13 Euro.

Anspruchsgrundlage

Gesetzlich freiwillig oder pflichtversicherte, festangestellte Frauen mit Anspruch auf Krankengeld, haben während ihres Mutterschutzes das Recht auf Mutterschaftsgeld und einen Zuschuss des Arbeitgebers. Frauen, dessen Beschäftigungsverhältnis während der Schwangerschaft zulässig gekündigt wurde, haben ebenfalls einen Anspruch auf Zahlung des Mutterschaftsgeldes.

Beginnt eine Mutter das Arbeitsverhältnis erst nach dem Beginn der Schutzfrist, besteht ebenfalls eine berechtigte Forderung. Diese Leistung versteht sich als Lohnersatzzahlung und wird in der Regel von der Krankenkasse und dem Arbeitgeber erbracht. Die Leistung erstreckt sich auf sechs Wochen vor und acht Wochen nach der Entbindung.

Bei Frauen, die Mehrlinge erwarten, verlängert sich die Schutzfrist um vier Wochen. Sie endet erst zwölf Wochen nach der Geburt. Das gleiche trifft für Frühgeburten zu. Eine kostenlose, vom Arzt ausgestellte Bescheinigung dokumentiert den errechneten Geburtstermin. Das Mutterschaftsgeld kann frühestens sieben Wochen vor dem mutmaßlichen Entbindungstermin beantragt werden.

Die Höhe des Mutterschaftsgeldes

Die Krankenkasse gewährt Mutterschaftsgeld bis maximal 13 Euro täglich oder 385 Euro monatlich. Der Arbeitgeber füllt die Lücke bis zur Höhe des Nettogehaltes. Der Arbeitgeber beruft sich dabei auf das durchschnittliche Nettogehalt der letzten drei Monate vor Beginn des Mutterschutzes, inklusive geleisteter Überstunden.

Liegt das Durchschnittsgehalt bei unter 390 Euro, leistet ausschließlich die Krankenkasse. Arbeitslose erhalten nicht 13 Euro am Tag, sondern die Höhe ihres Arbeitslosengeldes. Das Mutterschaftsgeld wird bei der Krankenkasse beantragt.

Privat Krankenversicherte erhalten monatlich 210 Euro vom Bundesversicherungsamt als Mutterschaftsgeld, was auch gilt, wenn die Frau nicht selbst, sondern über ihren Mann familienversichert ist. Eine Hausfrau ist vom Bezug des Mutterschaftsgeldes ausgeschlossen, da sie keinen Lohn bezieht.

Muss eine Frau ihre Tätigkeit aufgrund eines allgemeinen oder individuellen Beschäftigungsverbotes vor Beginn oder nach Ende der Schutzfrist aufgeben, erhält sie einen sogenannten Mutterschutzlohn, welcher sich mindestens an ihrem Durchschnittsverdienst orientiert. Das betrifft zudem werdende Mütter, die einen anderen zumutbaren Arbeitsplatz erhalten, so dass sie ihre Tätigkeit wechseln müssen.

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