Welche Hebammenleistungen zahlt die Krankenkasse?

Gesetzlich versicherte Frauen haben Anspruch auf die Leistungen einer Hebamme während der Schwangerschaft und in der Mutterschaft, das regelt die Reichsversicherungsordnung (§§ 195 ff. RVO). Die konkrete Ausgestaltung der Versorgung durch eine Hebamme wird über den Hebammenhilfe-Vertrag geregelt (§ 134a SGB V).

Eine angestellte oder freiberufliche Hebamme bietet die übliche Schwangerschaftsversorgung an, außer Ultraschalluntersuchungen, sofern die Schwangerschaft normal verläuft. Eine Hebamme kann eine Geburt selbstständig, ohne Arzt, leiten. Ein Arzt darf eine Geburt nur in Notfällen ohne eine Hebamme durchführen. Nach der Geburt oder nach der Entlassung aus der Klinik besucht die Hebamme Mutter und Kind regelmäßig zu Hause. Sie berät und unterstützt bei allen auftretenden Fragen.

Vergütung von Hebammen

Die Hebammenvergütungsvereinbarung wurde zwischen dem „Deutsche Hebammenverband e.V. (DHV)“, dem „Bund freiberuflicher Hebammen Deutschlands e.V. (BfHD)“ und dem GKV-Spitzenverband festgelegt. Um abrechnen zu können, sind Hebammen verpflichtet, den Krankenkassen ihre Abrechnungen durch elektronische Datenübertragung oder maschinell verwertbar auf Datenträger zur Verfügung zu stellen. Um überhaupt mit den Krankenkassen abrechnen zu können, müssen sie sich in die Vertragspartnerliste aufnehmen lassen.

Anspruch gesetzlich Versicherter auf eine Hebamme

Gesetzlich versicherte Frauen haben Anspruch auf die Leistungen einer Hebamme während der Schwangerschaft und in der Mutterschaft, das regelt die Reichsversicherungsordnung (§§ 195 ff. RVO). Die konkrete Ausgestaltung der Versorgung durch eine Hebamme wird über den Hebammenhilfe-Vertrag geregelt (§ 134a SGB V). Der Vertrag über die Versorgung mit Hebammenhilfe beinhaltet, dass die Aufgabe von Hebammen darin besteht, den regelrechten Verlauf von Schwangerschaft, Geburt und Mutterschaft zu fördern.

Um diese Aufgabe zu erfüllen, sind folgende Punkte zu beachten: "Beratung und Hilfe bei Schwangerschaft und deren Beschwerden, Vorbereitung auf Geburt und Mutterschaft einschließlich der Aufklärung über mögliche Abweichungen vom normalen Verlauf, Hilfe bei Wehen und der Geburt, Beratung, Hilfe und Untersuchung bei Überwachung des Wochenbettverlaufs und der Entwicklung des Säuglings, Stillförderung und Unterstützung bei Stillschwierigkeiten und Ernährungsproblemen des Säuglings".

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