Leistungsausschluss

Die private Versicherung darf nach Prüfung eines Antrages einen Leistungsausschluss wegen zu erwartenden erhöhten Gesundheitskosten für einen Versicherten festlegen. Dabei wird mit Vertragsabschluss festgelegt, dass einzelne gesundheitliche Risiken nicht in der Versicherung abgesichert werden.

Bei Antragstellung durch den Versicherten prüft die private Krankenversicherung zunächst, ob anhand des angegebenen Gesundheitszustandes und der gesundheitlichen Vorgeschichte eine Versicherung möglich ist. Sollten beim Versicherten bereits gesundheitliche Risiken, wie eine chronische Erkrankung, Allergien oder einige bestimmte Vorerkrankungen vorliegen, dann gibt es für die Versicherung die Möglichkeit, durch einen Risikozuschlag oder aber auch durch einen Leistungsausschluss die Leistungen einzuschränken.

So kann die Versicherung durch den Leistungsausschluss die Kostenübernahme von einigen bestimmten Krankheiten und Beschwerden mit Vertragsabschluss verweigern. Dadurch wird es für den Versicherten trotz hohem Gesundheitskostenrisiko noch möglich, eine Absicherung in der gewählten privaten Versicherung zu erhalten. Daneben existieren laut der AGB der Versicherungen auch noch weitere Leistungsausschlüsse, welche sich auf alle Versicherten beziehen. So sind zum Beispiel vorsätzlich herbeigeführte Erkrankungen vom Leistungsumfang der privaten Versicherungen ausgeschlossen.

Jeder Privatversicherte hat das Recht, nach einer behandlungs- und beschwerdefreien Zeit den Leistungsausschluss von der PKV prüfen zu lassen. Bei einem positiven Attest kann der Ausschluss entfallen.