Altersrückstellung

Die Altersrückstellung sichert einem privat Versicherten auch im Ruhestand bezahlbare Versicherungsprämien. In jungen Jahren werden bestimmte Beitragsanteile verzinslich für einen Versicherten auf einem persönlichen Konto angelegt. Bei einem Wechsel des privaten Versicherers können gebildete Rückstellungen mittlerweile teilweise mitgenommen werden.

Steigende Gesundheitskosten waren bei den Privaten Krankenversicherungen (PKV) der Hauptgrund für die Einführung der Altersrückstellung. Nur wenn in jungen Jahren bereits für spätere Krankheitskosten vorgesorgt wird, bleiben Beiträge in der Krankenversicherung auch im Alter relativ stabil und bezahlbar. Die Altersrückstellung bei einer PKV wird anteilig mit der jeweiligen Versicherungsprämie erhoben. Dies steht im Gegensatz zur Verfahrensweise bei den gesetzlichen Krankenkassen, die sich auf der Grundlage des Umlageverfahrens finanzieren.

Die PKV bildet die Rückstellungen, um die besonders im Alter ansteigenden Behandlungs- und Medikamentenkosten abzudecken. Damit eine Altersrückstellung zukünftige persönliche Krankheitskosten abdecken kann, kommt das Anwartschaftsdeckungsverfahren zur Anwendung. Rückstellungen setzen sich aus der Differenz zwischen Netto- und Risikoprämie zusammen. Es erfolgt gleichzeitig eine Verzinsung, womit sich die persönliche Altersrückstellung weiter erhöht. Verstirbt ein Versicherter, werden bisher gebildete Rückstellungen nicht etwa an Hinterbliebene ausgezahlt. Sie werden auf die Gemeinschaft der Versicherten übertragen.