Was ändert sich 2018?

Die Änderungen 2018 im Überblick

Beitragsbemessungsgrenzen in der Sozialversicherung, Versicherungspflichtgrenze in der GKV,  Beitrag zur Krankenversicherung, Künstlersozialkasse, Einkommensteuerfreibetrag, Abgabetermin Steuererklärung, Kinderfreibetrag, Kindergeld, Beitrag zur Krankenversicherung, Hartz IV, Gesetzliche Rentenversicherung, Riester-Rente, Mutterschutz, Mindestlohn. 

BBG 2018

Die Beitragsbemessungsgrenze gibt an, bis zu welcher Höhe Sozialbeiträge auf das Gehalt fällig werden.

Gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung
Die Beitragsbemessungsgrenze (BBG) bei der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung steigt 2018 von 4.350 Euro im Monat/ 52.200 Euro jährlich auf 4.425 Euro im Monat/ 53.100 Euro jährlich.

Gesetzlichen Rentenversicherung
Die Beitragsbemessungsgrenze in der Gesetzlichen Rentenversicherung von 6350 Euro auf 6.500 Euro (west) bzw. von 5.700 Euro auf 5.800 Euro (ost) angehoben.

Knappschaftliche Rentenversicherung 
In der knappschaftlichen Rentenversicherung gilt 2018 die Beitragsbemessungsgrenze von 8.000 Euro monatlich/ 96.000 Euro jährlich (2017: 94.200 Euro jährlich) (west) bzw. 7150 Euro monatlich/ 85.800 Euro jährlich (2017: 84.000 Euro jährlich) (ost).

Versicherungspflichtgrenze GKV

Versicherungspflichtgrenze der GKV wird 2018 bundeseinheitlich auf 4.950 Euro monatlich/ 59.400 Euro jährlich angehoben (2017: 5.800 Euro monatlich/ 57.600 Euro jährlich).

Die Versicherungspflichtgrenze der GKV ist zugleich auch die Jahresarbeitsentgeltgrenze. 

Die ermäßigte Jahresarbeitsentgeltgrenze für PKV-Bestandsfälle beträgt 2018 53.100 Euro (2017: 52.200 Euro).

Krankenkenversicherungsbeitrag

Der durchschnittliche Zusatzbeitrag zur Krankenversicherung sinkt von 1,1 Prozent auf 1,0 Prozent. Der Zusatzbeitrag wird zusätzlich zum festen Krankenkassenbeitrag von jeder Krankenkasse individuell erhoben und nur vom Arbeitnehmer getragen. Er variiert zwischen den Krankenkassen. 

Der feste Krankenkassenbeitrag wird auch 2018 bei 14,6 Prozent liegen. Davon tragen Arbeitgeber und Arbeitnehmer je die Hälfte. 

Insgesamt liegt der durchschnittliche Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung im Jahr 2018 damit bei 15,6 Prozent.

Künstlersozialkasse

Die Beiträge zur Künstlersozialkasse sinken im Jahr 2018 um 0,6 Prozent auf 4,2 Prozent. Das wurde bereits im Jahr 2016 beschlossen.

Gesetzliche Rentenversicherung

Beitragssatz sinkt  
Zum 1.1.2018 sinkt der Rentenbeitrag leicht von 18,7 auf 18,6 Prozent.    

Rentenerhöhung erwartet
Für Juli 2018 wird mit einer Anhebung der Rentezahlungen von bis zu 3 Prozent gerechnet.

Erwerbsminderungsrente

Neubezieher einer Erwerbsminderungsrente erhalten ab 2018 mehr Geld. Bisher wurde bei der Erwerbsminderungsrente so berechnet, als ob der Rentenbezieher bis zum 62. Lebensjahr berufstätig war. Ab 2018 wird die Zurechnungszeit nun stufenweise bis 2024 von 62 auf 65 Jahre angehoben, dadurch steigt auch die Rentenhöhe.

Dies Anhebung greift aber nur bei denjenigen, die ab dem Jahr 2018 einen Anspruch auf Erwerbsminderungsrente haben. Wer aber bereits davor Erwerbsminderungsrente bezogen hat, hat keinen Anspruch auf die Anhebung.

Riester-Rente

Die staatliche Grundzulage für Riester-Sparer steigt 2018 von 154 auf 175 Euro, sofern mindestens 4 Prozent des jährlichen Bruttoeinkommens in ein Riester-Produkt fließen (max 2.100 Euro abzüglich Zulage).

Die Zulage für Kinder bleibt dagegen gleich und beträgt 300 Euro für jedes nach dem 31.12.2007 geborene Kind. Für davor geborene Kinder beträgt die Zulage 185 Euro. Grundvoraussetzung für Kinderzulage ist, dass das Kind kindergeldberechtigt ist.

Einkommensteuer

Einkommensteuerfreibetrag steigt 
Der Einkommensteuerfreibetrag steigt im Jahr 2018 von derzeit 8820 Euro auf 9000 Euro für Alleinstehende an. Bei Ehepaaren und eingetragenen Lebenspartnerschaften ist der Freibetrag genau doppelt so hoch und beträgt 18.000 Euro. 

Kinderfreibetrag wird angehoben 
2018 steigt der Kinderfreibetrag pro Kind auf 7428 Euro. Das sind 72 Euro mehr als im Jahr 2017.

Abgabetermin Steuererklärung

Ab dem Jahr 2018 gilt eine neue Abgabefrist für die Steuererklärung. Sie muss dann erst für zum 31. Juli des Folgejahres beim Finanzamt eingereicht werden. Die Steuererklärung für das Jahr 2018 muss also bis zum 31. Juli 2019 abgegeben werden.

Wer seine Steuererklärung von einem Steuerberater erstellen lässt, hat sogar bis zum 28./29. Februar des übernächsten Jahres Zeit. Für die Steuererklärung 2018 wäre das der 29. Februar 2020.

Kindergeld

Das Kindergeld wird 2018 genauso wie zu Beginn des Jahres 2017 um 2 Euro angehoben. In Zahlen bedeutet das: 

  • für die ersten beiden Kinder gibt es 194 Euro, 
  • für das dritte Kind gibt es 200 Euro und 
  • für jedes weitere Kind gibt es 225 Euro 

monatlich.

Hartz IV

2018 steigt der Hartz-IV-Regelsatz für alleinstehende Hartz-IV-Empfänger um 7 Euro von bisher 409 auf 416 Euro pro Monat. Bei Lebensgemeinschaften gibt es 2018 6 Euro pro Person mehr - das macht 374 Euro pro Person. Unter 25-jährige, die noch im Haushalt ihrer Eltern leben erhalten ab 1.1.2018 332 Euro anstelle von bisher 327 Euro.

Die monatlichen Sätze für Kinder steigen abhängig vom Alter um drei bis fünf Euro. So erhalten: 

  • Kinder von 0 - 6 Jahren: 240 Euro (2017: 237 Euro).
  • Kinder von 6 bis unter 14 Jahren: 296 Euro (2017: 291 Euro).
  • Kinder von 14 bis unter 18 Jahren: 316 Euro (2017: 311 Euro).

Mutterschutz

Ab 2018 haben auch Schülerinnen und Studentinnen Anspruch auf Mutterschutz - sechs Wochen vor und acht Wochen nach der Geburt. Sie sind dann in dieser Zeit von Pflichtveranstaltungen befreit.

Unterhaltszahlungen

Die monatlichen Sätze der Düsseldorfer Tabelle für minderjährige Kinder steigen 2018 abhängig vom Alter des Kindes und dem Einkommen der Eltern um sechs bis zwölf Euro. Außerdem werden die Einkommensklassen neu geordnet, was wiederum zu niedrigeren Bezügen führen kann. 

Die Sätze des stattlichen Unterhaltsvorschusses steigen um bis zu fünf Euro.

Mindestlohn

Pflege
Für Pflegekräfte steigt der Mindestlohn 2018 von 10,20 Euro auf 10,55 Euro (west) bzw. von 9,20 Euro auf 10,05 (ost).

Elektrohandel
Im Elektrohandel entfällt die Unterteilung in Ost und West - der Mindestlohn liegt hier ab 2018 einheitlich bei 10,95 Euro. 

Baugewerbe
Für Hilfsarbeiter im Baugewerbe steigt der Mindestlohn in zwei Schritten von Januar 2018 bis März 2019 auf 12,20 Euro. Der nur in Westdeutschland gültige Mindestlohn für Facharbeiter wird 2018 auf 15,20 Euro angehoben, in Berlin auf 15,05 Euro.

Gebäudereinigerhandwerk
2018 steigt der tarifliche Mindestlohn für Gebäudereiniger auf 10,30 Euro (west) bzw. auf 9,55 Euro (ost).

Branchenunabhängiger Mindestlohn
Der branchenunabhängige gesetzliche Mindestlohn ändert sich 2018 nicht. Er liegt weiterhin bei 8,84 Euro.

Die Änderungen 2017 im Überblick

Anhebung der BBG

Die Beitragsbemessungsgrenze gibt an, bis zu welcher Höhe Sozialbeiträge auf das Gehalt fällig werden.

Die Beitragsbemessungsgrenze (BBG) bei der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung steigt 2016 von 4.350 Euro auf im Monat/ 52.200 Euro im Jahr. Die BBG für die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung gilt bundesweit einheitlich. 

Die Beitragsbemessungsgrenze bei der Renten- und Arbeitslosenversicherung wird im Westen von 6.200 Euro auf 6.350 Euro angehoben, im Osten von 5.400 Euro auf 5.700 Euro.

In der knappschaftlichen Rentenversicherung gilt 2017 die Beitragsbemessungsgrenze von 94.200 Euro jährlich (West) bzw. 84.000 Euro jährlich (Ost).

Zusatzbeitrag in der GKV

Der durchschnittliche Zusatzbeitrag in der GKV wird stabil bleiben und wie im Jahr 2016 bei 1,1 Prozent liegen. Damit liegt der Gesamtbeitrag zur GKV auch 2017 bei 15,7 Prozent. 

Da der Zusatzbeitrag von den einzelnen Krankenkassen festgelegt wird, kann es 2017 trotzdem bei einzelnen Krankenkassen zu Beitragserhöhungen kommen. 

Krankenkassen Tarife Vergleichen

Anhebung der Jahresarbeitsentgeltgrenze

Die Jahresarbeitsentgeltgrenze wird 2017 bundeseinheitlich auf 57.600 Euro jährlich/ 5.800 Euro monatlich angehoben. Die ermäßigte Jahresarbeitsentgeltgrenze für PKV-Bestandsfälle beträgt auf 52.200 Euro. 

Anhebung der Bezugsgrößen

Die Bezugsgröße in der Kranken- und Pflegeversicherung steigt 2017 auf 2.975 Euro monatlich bzw. 35.700 Euro jährlich.

In der Renten- und Arbeitslosenversicherung beträgt die Bezugsgröße 2017 2.975 Euro monatlich/ 35.700 Euro jährlich (West) bzw. 2.660 Euro monatlich/ 31.920 Euro jährlich (Ost).

Geplante Anhebung von Grundfreibetrag, Kinderfreibetrag, Kinderzuschlag & Kindergeld

Für 2017 und 2018 ist eine zweistufige Anhebung des Grundfreibetrages, des Kinderfreibetrages, des Kinderzuschlags und des Kindergeldes geplant. 

Grundfreibetrag
2017 Im ersten Schritt soll der Grundfreibetrag im Jahr 2017 um 168 Euro auf 8.820 Euro (2016: 8.652 Euro) steigen und 2018 in einem weiteren Schritt dann um 180 Euro auf 9.000 Euro erhöht werden. 

Kinderfreibetrag
Der Kinderfreibetrag soll im Jahr 2017 um 108 Euro auf 4.716 Euro (2016: 4608 Euro) und um weitere 72 Euro auf 4.788 Euro im Jahr 2018 angehoben werden.

Kindergeld
Das Kindergeld soll 2017 und 2018 jeweils um 2 Euro angehoben werden. Das bedeutet für das Jahr 2017:

  • Für Kind 1 & 2: 192 Euro Kindergeld
  • Für das 3. Kind: 198 Euro Kindergeld
  • ab dem 4. Kind: 223 Euro Kindergeld

Kinderzuschlag
Der Kinderzuschlag soll zum 1.1.2017 um monatlich 10 Euro von 160 Euro (2016) auf 170 Euro je Kind erhöht werden. 

Pflegeversicherung: Einführung von Pflegegraden & neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff

Zum 1.1.2017 wird ein neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff eingeführt, der kognitive, psychische und körperliche Beeinträchtigungen gleichermaßen berücksichtigt. Mit dem neuen Begriff ist zudem ein neues Begutachtungsverfahren zur Feststellung der Pflegebedürftigkeit verbunden (Begutachtungs-Assessment NBA).

Aufgrund dieser Begutachtung wird der Grad der Selbstständigkeit in sechs verschiedenen Bereichen gemessen und zu einer Gesamtbewertung zusammengeführt, woraus sich dann die Einteilung in Pflegegrade - und nicht wie bisher in Pflegestufen - ergibt. Ab 2017 werden nämlich die bisherigen drei Pflegestufen auf fünf sogenannte Pflegegrade ausgeweitet, um so den Pflegebedarf jedes Einzelnen besser entsprechen zu können. 

Maßgeblich für die Leistungshöhe aus der Pflegeversicherung ist ab 2017 dann nicht mehr, wie hoch der Zeitaufwand (in Minuten) bei einem pflegebedürftigen Menschen für alltägliche Verrichtungen ist, sondern wie viel der pflegebedürftige Mensch noch selbstständig im Alltag erledigen kann.

Wer bereits Leistungen aus der Pflegeversicherung bezieht, wird automatisch in das neue System übernommen. Wer schon Leistungen bezieht, erhält weiterhin auch Leistungen in mindestens gleicher Höhe, es wird niemand herabgestuft. Ausführliche Infos zum Thema Pflegeversicherung finden Sie hier.

Trennungskinder bekommen mehr, Änderungen beim Unterhaltsvorschusses

Zum 1.1.2017 wird die Düsseldorfer Tabelle angepasst, Trennungskinder erhalten dann höhere Unterhaltszahlungen: 

  • Kinder bist zum 5. Lebensjahr erhalten 342 Euro monatlich (7 Euro mehr als im Vorjahr).
  • Kinder zwischen 6 und 11 Jahren erhalten monatlich 393 Euro (11 Euro mehr als im Vorjahr).
  • Kinder zwischen 12 und 17 erhalten 460 Euro monatlich (10 Euro mehr als im Vorjahr). 

Der Mindestbedarf eines volljähriges Kindes liegt bei 527 Euro monatlich (11 Euro mehr als im Vorjahr).

Der Selbstbehalt des Unterhaltspflichtigen bleibt unverändert und beträgt gegenüber minderjährigen Kindern 1.080 Euro. 

Zahlt der Unterhaltspflichtige nachweislich nicht oder kann keinen Unterhalt leisten, besteht für den alleinerziehenden Eltern die Möglichkeit, einen Unterhaltsvorschuss beim Jugendamt für maximal 6 Jahre zu beantragen.

Derzeit beträgt der Unterhaltsvorschuss: 

  • 145 Euro bis zum Alter von 5 Jahren 
  • 190 Euro im Alter von 6 bis 12 Jahren

Ab 1.1.2017 kann der Unterhaltszuschuss auch bis zur Volljährigkeit der Kinder gezahlt werden. Die bisherige maximale Bezugsdauer von 6 Jahren entfällt. Die Beträge steigen auf 152 Euro (bisher 145 Euro) bzw. 203 Euro (bisher 190 Euro).

Hartz IV-Regelsätze steigen

2017 werden die Hartz IV-Sätze angehoben:

  • Der Regelsatz für Alleinstehende wird zum 1. Januar 2017 um 5 Euro von derzeit 404 Euro auf 409 Euro im Monat angehoben. 
  • Paare erhalten jeweils 4 Euro pro Partner mehr, das macht 368 Euro pro Partner und Monat anstatt wie bisher 364 Euro. 
  • Unter 25-jährige, die noch im Haushalt ihrer Eltern leben erhalten ab 2017 327 Euro (bisher 323 Euro).
  • Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren erhalten ab 1.1.2017 311 Euro ein Anstieg gegenüber 2016 um 5 Euro. 
  • Der Regelsatz für Kinder bis 6 Jahre bleibt wie bisher 237 Euro. 

Anhebung des Mindestlohns

Ab Januar 2017 erhalten Bezieher des Mindestlohns 34 Cent mehr pro Stunde. Der gesetzliche Mindestlohn wird zum 1.1.2017 von derzeit 8,50 Euro auf 8,84 Euro angehoben. Der Bundestag hat im Oktober 2016 die Erhöhung beschlossen. 

Reformationstag einmalig bundesweiter Feiertag

2017 wird der Reformationstag (31. Oktobber) einmalig ein bundesweiter Feiertag. Der Grund dafür: 2017 jährt sich die Veröffentlichung der Thesen von Martin Luther an der Schlosskirche von Wittenberg zum 500. Mal. 

Den Reformationstag gilt normalerweise nur in Sachsen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern als Feiertag.

Abgabetermine für die Steuererklärung

Die Steuererklärung für das Jahr 2017 muss erstmalig nicht mehr - wie bisher - am 31. Mai 2018, sondern erst zum 31. Juli 2018 abgegeben werden, das bedeutet eine Fristverlängerung von zwei Monaten. Wird ein Steuerberater mit der Erstellung der Steuererklärung beauftragt, verlängert sich die Frist auf Ende Februar 2019. Diese Regelung gilt für die Steuererklärung für das Jahr 2017, die Steuererklärung für das Jahr 2016 muss nochbis zum 31. Mai 2017 eingereicht werden. 

Die Änderungen 2016 im Überblick

Neue Bemessungsgrenzen, Pflegestärkungsgesetz, neue Beitragsregelung bei Krankenkassen und Lebensversicherungsreformgesetz - ab dem 1. Januar 2016 gelten in Deutschland zahlreiche gesetzliche Neuerungen. Die Änderungen bei Sozialversicherung, Steuern und Versicherungen in der Übersicht.

Beitragsbemessungsgrenzen 2016

Die Beitragsbemessungsgrenze bei der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung steigt 2016 von 4.125 Euro auf 4.237,50 Euro im Monat.

Die Beitragsbemessungsgrenze bei der Renten- und Arbeitslosenversicherung wird im Westen von 6.050 auf 6.200 Euro angehoben, im Osten von 5.200 auf 5.400 Euro.

Die Beitragsbemessungsgrenze gibt an, bis zu welcher Höhe Sozialbeiträge auf das Gehalt fällig werden.

Kindergelderhöhung

Das Kindergeld wird ab dem 1.1.2016 angehoben. Es steigt um 2 Euro auf 190 Euro für das 1. und 2. Kind, auf 196 Euro für das 3. Kind und auf 221 Euro ab dem 4. Kind.

Kinderzuschlag steigt

Der Kinderzuschlag, den Geringverdiener erhalten, steigt zum 1. Juli 2016 um 20 Euro auf 160 Euro.

Krankenkassen: Anstieg des Zusatzbeitrages 2016

Auf Arbeitnehmer kommen 2016 höhere Beiträge für die gesetzliche Krankenkasse zu. Der durchschnittliche Zusatzbeitrag, der nicht von den Arbeitgebern mitgetragen wird sondern alleine von den Arbeitnehmer gezahlt wird, steigt um 0,2 Prozent auf 1,1 Prozent. Jede Kasse legt den Zusatzbeitrag dabei selbst fest. Damit erhöht sich der durchschnittliche Gesamtbeitrag für die GKV auf 15,7 Prozent

Rentenerhöhung 2016

Die Renten dürften zum 1. Juli 2016 um knapp 4,4 % im Westen und um rund 5 % im Osten steigen. Über die genaue Höhe der Rentenanpassung wird erst im Frühjahr 2016 entschieden. Es wird erwartet, dass durch die Anhebung der Rente die Zahl der steuerpflichtigen Rentner 2017 deutlich zunimmt. 

Krankenversicherung für Arbeitslosengeld II-Empfänger

Ab 1. Januar 2016 entfällt für alle Arbeitslosgengeld II-Empfänger (Jugendliche ab 15 Jahren eingeschlossen) die Familienversicherung in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung, sie werden damit versicherungspflichtig in der gesetzlichen Krankenversicherung und der sozialen Pflegeversicherung. 

Diese Änderung hat keine leistungsrechtlichen Auswirkungen für die Bezieher. Durch die versicherungsrechtliche Statusänderung haben nun alle betroffenen ALG II-Bezieher ein Krankenkassenwahlrecht. Bei der Wahl der Krankenkasse sollte auch der Zusatzbeitrag berücksichtigt werden. Denn das Jobcenter übernimmt nicht den  tatsächlich für die gewählte Krankenkasse anfallenden Zusatzbeitrag, sondern der Zusatzbeitrag wird nur in Höhe des durchschnittlichen Zusatzbeitrages übernommen. Die Differenz muss dann vom Versicherten getragen werden. 

Krankenkassen Tarife Vergleichen

Anhebung der Hatz IV-Regelsätze

2016 wird der Regelsatz für Alleinstehende von 399 Euro um 5 Euro auf 404 Euro angehoben. Für Erwachsene die in einer Bedarfsgemeinschaft leben, erhöht sich der Regelsatz 2016 von 360 Euro auf 364 Euro.

Deutliche Anstieg des Wohngeldes

Ab dem 1.1.2016 wird deutlich mehr Wohngeld an Haushalte mit geringem Einkommen gezahlt. Im Durchschnitt steigt das Wohngeld für einen 2-Personen-Haushalt von 112 auf 186 Euro

Bafög-Erhöhung für Studenten und Schüler ab Herbst 2016

Mit Beginn des Schuljahres 2016/17 beziehungsweise ab dem Wintersemester 2016/17 werden die BAföG-Bedarfssätze um sieben Prozent erhöht. Studierende mit eigener Wohnung können dann bis zu maximal 735 Euro monatlich (bislang 670 Euro) erhalten. Wer noch bei den Eltern wohnt, bekommt höchstens 537 Euro (bisher: 495 Euro).

Auch die Freibeträge für das Einkommen der Eltern steigen zum gleichen Zeitpunkt um sieben Prozent, was zur Folge hat, dass mehr Studenten und Schüler Anspruch auf Bafög haben werden.

IBAN ab Februar 2016 verpflichtend

Bis zum 1. Februar 2016 können Privatleute noch Kontonummer und Bankleitzahl für Bankgeschäfte nutzen. Ab dann müssen auch Privatpersonen die IBAN (International Bank Account Number) verwenden. 

Porto für Standardbrief wird 2016 erneut angehoben

Die Deutsche Post erhöht das Briefporto für den Standardbrief zum 1. Januar 2016. Das Porto für Briefe bis 20 Gramm wird von 0,62 Euro auf 0,70 Euro angehoben. 

Wichtige Steueränderungen 2016

Was ändert sich 2016 bei den Steuern? Eine Übersicht über die wichtigsten Steueränderungen 2016 finden Sie in hier

Weitere Artikel