Konklave

Die Papstwahl wird seit Jahrhunderten durch die Versammlung der Kardinäle der römisch-katholischen Kirche, das Konklave, durchgeführt. Das Konklave beginnt zwischen dem 15. bis 20. Tag der Sedisvakanz, also dem Tod oder dem Rücktritt des Papstes. Für die Wahl gelten jahrhundertealte Regeln.

Das Konklave setzt sich aus allen Kardinälen der römisch-katholischen Kirche zusammen, die das 80. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Maximal sind 120 Kardinäle zur Papstwahl zugelassen. Die Teilnahme ist verpflichtend. Nur besonders schwerwiegende Gründe oder Krankheit berechtigen zum Fernbleiben von der Wahl. Der Begriff Konklave entstammt der lateinischen Sprache und bedeutet "gemeinsam einschließen". Die Kardinäle versammeln sich dazu in der Sixtinischen Kapelle im Vatikan. In der Vergangenheit durften sie den Saal erst verlassen, bis ein neuen Papst gewählt wurde.

Inzwischen werden die Kardinäle in einem Gästehaus im Vatikan während des Konklaves untergebracht. Sie dürfen keinen Kontakt mit der Außenwelt aufnehmen. Aus diesem Grund sind Telefone, Internet, Fernsehen, Radio, Post und Zeitungen verboten. Das Konklave tritt immer dann zusammen, wenn ein Papst verstirbt oder - wie im Fall von Benedikt XVI. - seinen Rücktritt erklärt. Die Versammlung beginnt zwischen dem 15. und 20 Tag der Sedisvakanz.

Bei der Papstwahl ist die Zweidrittelmehrheit erforderlich. Es werden so viele Wahlgänge durchgeführt, bis ein Kandidat die erforderliche Mehrheit erreicht.