Rentenversicherungsnummer

Die Rentenversicherungsnummer wird vom jeweiligen Träger einer Rentenversicherung vergeben und ist nicht mit der Sozialversicherungsnummer identisch. Beide Nummern enthalten wichtige Daten für unterschiedliche soziale Belange. Wo Sie die RVNR finden.

Die Versicherungsnummer besteht aus einer Buchstaben-Ziffern-Kombination. Sie besteht grundsätzlich aus zwölf Stellen. Der Aufbau ist im Sozialgesetzbuch VI festgelegt, so dass sich bestimmte Rückschlüsse auf den Versicherten ziehen lassen.

Die Verwendung der Versicherungsnummer unterliegt dem Datenschutz.

Alle, die eine Erwerbstätigkeit aufnehmen, das Beschäftigungsverhältnis wechseln oder eine Rente beantragen, benötigen eine Rentenversicherungsnummer, da alle relevanten Daten unter dieser Nummer gespeichert sind. Einem herkömmlichen Aktenzeichen ähnlich, dient die Nummer als wichtiges Ordnungsmerkmal und besteht aus besonderen Kennzeichen. So verändert sich die Versicherungsnummer, aus der sich Rückschlüsse auf den Versicherungsnehmer schließen lassen, nie und gilt ein Leben lang. Details sind in einer speziellen Verordnung über die Rentenversicherungsnummer definiert. Im gleichen Zusammenhang wird der Versicherungsverlauf wie auch die Kontoführung in der gesetzlichen Rentenversicherung geregelt.

Die Nummer ist zwölfstellig und setzt sich aus der Bereichsnummer des jeweiligen Rentenversicherungsträgers, des Geburtstages, des Geburtsmonats und dem Geburtsjahr zusammen. Zusätzlich enthalten Rentenversicherungsnummern auch den Anfangsbuchstaben des Geburtsnamens des Versicherungsnehmers. Zusätzlich werden noch eine Seriennummer für das Geschlecht und eine interne Prüfziffer angehängt. Das Bundesverfassungsgericht hat 1983 durch einen Entscheid festgelegt, dass individuelle Personenkennzeichen nicht zusammen geführt werden dürfen, da dies mit den Richtlinien des Grundgesetzes nicht vereinbar und somit verfassungswidrig ist.

Rentenversicherungsnummer: als Kennzeichen unserer Sozialsysteme unverzichtbar

Die Rentenversicherungsnummer, auch kurz RVNR genannt, besteht in Deutschland aus einer Reihe von Ziffern und Buchstaben, die der Identifikation von Versicherungsnehmern der gesetzlichen Rentenversicherung dienen. Sie ist auch Bestandteil des Sozialversicherungsausweises, jedoch nicht mit der Versichertennummer der gesetzlichen Krankenversicherung identisch. Eingeführt wurde die Rentenversicherungsnummer 1964 im Zuge der elektronischen Datenverarbeitung von den Rentenversicherungsträgern. Die aktuell gültige Regelung der Versicherungsordnung ist seit 1992 im Sozialgesetzbuch festgeschrieben und sieht vor, dass die Versicherungsnummer von Amts wegen vergeben wird, wenn einem Erwerbstätigen ein Versicherungskonto in der Rentenversicherung zugeschrieben wird.

Die Nummern sind individuell und behalten ein Leben lang ihre Gültigkeit. Seit Mitte 2005 gilt die bundeseinheitliche Krankenversichertennummer, die auf der Grundlage von Rentenversicherungsnummern vergeben werden. Konkret bedeutet dies, dass bereits neugeborene Kinder eine solche Nummer erhalten, wobei ein Sozialversicherungsausweis erst mit dem Eintritt ins Berufsleben ausgestellt wird. Alle vom Gesetzgeber vergebenen Nummern unterliegen in der Bundesrepublik dem Sozialgeheimnis und somit datenschutzrechtlichen Bestimmungen und die damit verbundenen Einschränkungen.

Spezielle Vorschriften regeln den Einsatz

Die Rentenversicherungsnummer darf von der Bundesagentur für Arbeit, den Sozialversicherungsträgern, einigen Versorgungsträgern und der Künstlersozialkassen genutzt werden, sofern diese einer personenbezogenen Zuordnung innerhalb der Sozialversicherung erforderlich ist. Lediglich für die Krankenkassen gilt eine Einschränkung, sodass die Rentenversicherungsnummern diese seit 1992 nicht mehr wie früher üblich als Krankenversichertennummer verwenden dürfen. In anderen Bereichen der Sozialverwaltung dient die Rentenversicherungsnummer lediglich der Datenübertragung an die Hauptzollämter, die Träger der Sozialhilfe und alle Kassenärztlichen Vereinigungen.

Gleiche Bedingungen gelten auch für Gerichte, den Arbeitgeber und andere Behörden, denen die Nutzung dieser Nummer untersagt ist, um möglicherweise Daten zu erschließen oder zu ordnen. Selbst wenn die betreffende Person ihr Einverständnis dazu geben würde gilt, dass diese Einwilligung unwirksam ist. Arbeitgeber dürfen die Rentenversicherungsnummern ihrer Arbeitnehmer speichern, um diese zusammen mit allen personenbezogenen Daten an die Einzugsstellen der Sozialversicherung zu übermitteln. Nicht gestattet ist es einem Arbeitgeber jedoch, Versicherungsnummern gleichzeitig als Personalnummern einzusetzen.