Schwankungsreserve

Bis Ende 2004 wurde die Nachhaltigkeitsrücklage als Schwankungsreserve bezeichnet. Dabei handelt es sich um Rücklagen aus überschüssigen Betriebsmitteln, die jeder Träger der Rentenversicherung vorhalten muss. Diese wird für Ausgleiche während des Jahres verwendet.

Mit der Schwankungsreserve stellen die Rentenversicherungsträger sicher, dass eine unterjährige Beitragssatzanpassung verhindert werden kann. Es bietet sich damit aber auch die Möglichkeit, den Beitragssatz während des Konjunkturverlaufs zu stabilisieren. Bei der Nachhaltigkeitsrücklage gibt es einen unteren und einen oberen Zielwert, der veranschaulicht, wie weit die konjunkturellen Schwankungen ausgeglichen werden können.

So lässt sich während eines laufenden Jahres auch kurzfristig Geld verfügbar machen, um die Einnahme- und Ausgabeschwankungen auszugleichen und etwaige Defizite vermeiden zu können. Diese Rücklage wird in Form eines Beitragssatzes von der Bundesregierung festgesetzt. Sie darf am Jahresende nicht geringer sein als das 0,2-fache einer Monatsausgabe der Rentenversicherung, darf aber auch das 1,5-fache nicht überschreiten. Während Rücklagen und überschüssige Betriebsmittel zur Schwankungsreserve gehören, wird das Verwaltungsvermögen der Rentenversicherung nicht dazu gezählt.