Rentenabschlag

Versicherte, die frühzeitig in den Ruhestand gehen, müssen mit einem Rentenabschlag rechnen. Dadurch wird die monatliche Rente um einen bestimmten Prozentsatz verringert, der davon abhängt, wie viele Monate vor dem Regelrentenalter die Rente beansprucht wird.

Das Gesetz schreibt ein Mindestalter vor, ab dem Versicherte abschlagsfrei in Rente gehen können. Dadurch soll verhindert werden, dass Frührenten zu früh in Anspruch genommen werden. Der Rentenabschlag wird bei den meisten Rentenarten wie der Erwerbsminderungsrente, der Rente wegen Todes, beim Versorgungsausgleich und auch bei der vorzeitigen Altersrente abgezogen.

Pro Monat, für den die Rente früher bezogen wird, werden 0,3 Prozent einbehalten; maximal kann sich die Rente um 3,6 Prozent pro Jahr verringern. Insgesamt kann der Rentenabschlag bis zu 18 Prozent betragen. Unabhängig davon, wie hoch der Abschlag ist, wird dieser über die gesamte Laufzeit berücksichtigt, in der Rente bezogen wird. Es besteht die Möglichkeit, einen Abschlag auszugleichen, indem freiwillig Beiträge an die gesetzliche Rentenversicherung gezahlt werden, sofern der Versicherte mindestens 54 Jahre alt und Frührentner ist.