Anwartschaftserhaltungszeiten

Als Anwartschaftserhaltungszeiten gelten für Versicherte in den neuen Bundesländern die Jahre zwischen 1984 bis 1991, in denen Erwerbstätige einen Berufs- und Erwerbsunfähigkeitsschutz in der Rentenversicherung haben, ohne Beiträge zahlen zu müssen.

Zu den Anwartschaftserhaltungszeiten zählen Beitrags- und Anrechnungszeiten sowie auch Berücksichtigungszeiten. Wurden in den neuen Bundesländern vor 1992 Renten wegen Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit bezogen, so werden auch diese hinzugezählt. Die Voraussetzung, damit in den Jahren ohne Beitragszahlung zwischen 1984 und 1991 der Versicherungsschutz gewährt wird, ist, dass man als Versicherter in den neuen Bundesländern eine Wartezeit von fünf Jahren nachweisen kann.

Der Berufs- und Erwerbsunfähigkeitsschutz geht verloren, wenn der Versicherte nicht für jeden Monat bis spätestens 31. März des Folgejahres den Mindestbeitrag in der gesetzlichen Rentenversicherung freiwillig entrichtet. Ist der Versicherungsschutz erloschen, kann die Anwartschaft nur wieder gewährt werden, wenn der Versicherte die Pflichtbeiträge erneut zahlt. Die Anwartschaftserhaltungszeiten stellen eine Voraussetzung dar, um Anspruch auf die Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit zu erhalten.