Zusätzliche Altersvorsorge

Um die Beitragssätze in der gesetzlichen Rentenversicherung stabil zu halten, wird das Rentenniveau in den kommenden Jahren bis zum Jahr 2030 als Folge von reduzierten Rentenanpassungen und weiteren Maßnahmen sinken.

Um im Alter dennoch das bisherige Versorgungsniveau zu erreichen, ist i. d. R. eine zusätzliche Altersvorsorge im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung oder durch private Vorsorge für das Alter geboten. Die Zusatzvorsorge ist bislang freiwillig. Sie wird unter bestimmten Voraussetzungen von 2002 an in nicht unerheblichem Umfang durch Zulagen (sog. Riester-Rente) bzw. Steuervorteile (Sonderausgabenabzug) staatlich gefördert.

Es werden nur zusätzliche Altersvorsorgeprodukte gefördert, die im Alter eine lebenslange Auszahlung garantieren. Deshalb ist eine staatliche Förderung von Versicherungen mit einmaliger Kapitalauszahlung nicht vorgesehen. Das Bundesaufsichtsamt für das Versicherungswesen in Bonn hat zu prüfen, welche privaten Altersvorsorgeverträge den Förderungskriterien entsprechen und deren Förderungsfähigkeit zu bescheinigen (sog. Zertifizierung).

Sowohl die betriebliche Altersversorgung in der Privatwirtschaft als auch die private Altersvorsorge werden hauptsächlich im Kapitaldeckungsverfahren finanziert. Im Gegensatz hierzu erfolgt die Finanzierung in der gesetzlichen Rentenversicherung durch das Umlageverfahren.