Zugangsfaktor

Mit dem Zugangsfaktor wird bei der Rentenberechnung der vorzeitige oder hinausgeschobene Rentenbezug berücksichtigt.

Der Zugangsfaktor ist grundsätzlich 1,0, so dass die Zahl der Entgeltpunkte den persönlichen Entgeltpunkten entspricht. Der Zugangfaktor ist höher als 1,0, wenn eine Rente wegen Alters nach Vollendung des 65. Lebensjahres trotz erfüllter Wartezeit nicht in Anspruch genommen wird. Damit wird der kürzere Rentenbezug durch einen entsprechenden Zuschlag ausgeglichen.

Der Zugangsfaktor ist niedriger als 1,0, wenn eine Altersrente nach Anhebung der Altersgrenze vorzeitig vor dem an sich maßgebenden Lebensalter in Anspruch genommen wird. Für jeden Monat der früheren Inanspruchnahme der Rente verringert sich der Zugangsfaktor um 0,003. Dies entspricht einer Rentenminderung von 0,3 % pro Monat.

Auch bei Erwerbsminderungs- und Erziehungsrenten mit einem Rentenbeginn bzw. bei Hinterbliebenenrenten mit einem Todesfall vor Vollendung des 63. Lebensjahres sind ebenfalls geminderte Zugangsfaktoren maßgebend. Damit wird der längere Rentenbezug durch entsprechende Rentenabschläge ausgeglichen.