Witwenrente

Grundsätzlich hat die Witwe nach dem Tod des versicherten Ehemannes einen Anspruch auf Witwenrente, wenn die allgemeine Wartezeit von fünf Jahren durch den Verstorbenen erfüllt ist.

Im Allgemeinen wird eigenes Einkommen der Witwe auf die Witwenrente zu 40 % angerechnet, sofern der maßgebende Freibetrag überschritten ist (Einkommensanrechnung). Das gilt nicht für die Sterbeübergangszeit. Bei reinen Versorgungsehen, die nicht mindestens ein Jahr gedauert haben, besteht i. d. R. kein Anspruch auf Witwenrente.

Ebenso entsteht kein Witwenrentenanspruch, wenn eine bestandskräftige Entscheidung über das Rentensplitting getroffen wurde. Sollte nur ein Anspruch auf kleine Witwenrente bestehen (weil die unter 45 Jahre alte Witwe weder erwerbsgemindert ist noch ein Kind erzieht), ist der Rentenanspruch auf längstens 24 Kalendermonate nach dem Todesmonat befristet.

Nach dem seit 1.1.2005 geltenden Recht kann ein Anspruch auf Witwenrente (bzw. Witwerrente) entsprechend auch vom hinterbliebenen Lebenspartner aus eingetragenen Lebenspartnerschaften geltend gemacht werden.

Eine Witwenrente, die wegen Wiederheirat (bzw. der Begründung einer Eingetragenen Lebenspartnerschaft) weggefallen ist, kann erneut gezahlt werden, wenn die neue Ehe aufgelöst wird (z. B. durch Tod oder Scheidung). Die Rente wird dann als Witwenrente nach dem vorletzten Ehegatten bezeichnet. Gelegentlich nennt man sie auch "Wiederauflebensrente". Unterhalts- und Versorgungsansprüche, die aus der neuen Ehe entstehen, sind auf die Witwenrente nach dem vorletzten Ehegatten anzurechnen. Die Aussagen zur Witwenrente gelten entsprechend für die Witwerrente.

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