Wartezeit

Leistungen aus der Rentenversicherung können nur beansprucht werden, wenn der Versicherte mindestens eine bestimmte Zeit lang der Versicherung angehört hat. Die Wartezeit ist damit eine Mindestversicherungszeit.

Auf die allgemeine Wartezeit von fünf Jahren und die Wartezeit von 15 bzw. 20 Jahren werden Beitrags- und Ersatzzeiten sowie Wartezeitmonate aus Versorgungsausgleich, Rentensplitting und geringfügiger versicherungsfreier Beschäftigung angerechnet. Bei der Wartezeit von 35 Jahren zählen außerdem noch Anrechnungs- und Berücksichtigungszeiten als weitere rentenrechtliche Zeiten mit.

Die allgemeine fünfjährige Wartezeit kann auch vorzeitig erfüllt sein, wenn z. B. ein Versicherter wegen eines Arbeitsunfalls erwerbsgemindert oder gestorben ist.

Ungeachtet der tatsächlich zurückgelegten Zeiten gilt die allgemeine Wartezeit für die Regelaltersrente als erfüllt, wenn bis zur Vollendung des 65. Lebensjahres eine Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit oder eine Erziehungsrente bezogen wird. Ebenso gilt die allgemeine Wartezeit für Hinterbliebenenrenten als erfüllt, wenn der Verstorbene bis zu seinem Tode eine eigene Rente erhalten hat.