Versorgungsausgleich

Während des Scheidungsverfahrens wird regelmäßig auch ein Versorgungsausgleich durchgeführt, der sich auf die Rentenversicherung auswirken kann.

Beim Versorgungsausgleich wird davon ausgegangen, dass die in der Ehezeit erworbenen Versorgungsanrechte das Ergebnis gemeinschaftlicher Lebensleistung der Ehegatten sind, an dem bei Eheauflösung beide in gleichem Umfang teilhaben sollen.

Das zuständige Familiengericht ermittelt u. a., wie hoch die auf die Ehezeit entfallenen Rentenanwartschaften beider Ehegatten sind. Wer die höheren Rentenanwartschaften hat, muss grundsätzlich die Hälfte des „Mehrs“ an den anderen abgeben. Welcher Ehegatte den Anlass zur Scheidung gab, ist hierbei unerheblich.

In der Rentenversicherung wird der Versorgungsausgleich hauptsächlich durch Übertragung von Rentenanwartschaften oder durch Begründung von Renten-anwartschaften ohne Beitragsentrichtung (Quasi-Splitting) durchgeführt. Bei einer Ubertragung zu Lasten des Verpflichteten (Abschlag) sind die persönlichen Entgeltpunkte entsprechend zu mindern.

Seit 1.1.2005 gelten die Regelungen zum Versorgungsausgleich grundsätzlich entsprechend auch bei Aufhebung einer eingetragenen Lebenspartnerschaft.