Rentenabfindung

Bezieher der Witwen- oder Witwerrente haben die Möglichkeit, im Falle einer Wiederheirat eine Rentenabfindung zu erhalten, nachdem in diesem Fall der weitere Bezug der Rente gestoppt wird. Hierfür muss eine Heiratsurkunde vorgelegt werden.

Ausschlaggebend für die Höhe der Rentenabfindung ist die Höhe der monatlichen Hinterbliebenenrente. Grundsätzlich beträgt die Abfindung das 24fache der bezogenen Rente, wobei die Rente des letzten Jahres als Berechnungsgrundlage herangezogen wird. Sobald die Heiratsurkunde vorgelegt wurde, wird die Abfindung gezahlt. Es ist auch möglich, eine Lebenspartnerschaftsurkunde vorzuweisen, um die Abfindung zu erhalten.

Bei einem kürzeren Anspruchszeitraum wird die Abfindung verringert, wobei dies bei Todesfällen ab dem 1. Januar 2002 angewandt wird. Eine Ausnahme dieser Regelung ist die schon vor dem 1. Januar 2002 geschlossene Ehe oder die eingetragene Partnerschaft. Des Weiteren gilt die Voraussetzung, dass einer der beiden Partner vor dem 2. Januar 1962 geboren wurde, um Anspruch auf die volle Abfindung in Höhe des 24fachen der Hinterbliebenenrente zu haben.