Nachversicherung

Beamte und andere Berufsgruppen unterliegen nicht der gesetzlichen Rentenversicherung, sondern einer anderen berufsständischen Versorgungseinrichtung. Mit der Nachversicherung haben sie die Möglichkeit, in die gesetzliche Rentenversicherung zu wechseln und die dort geltenden Ansprüche zu erwerben.

Mit der Nachversicherung wird der Versicherte so gestellt, als wäre er schon immer in der gesetzlichen Rentenversicherung versichert. Die Berechnung der Beiträge für die Rentenversicherung wird hierfür individuell durchgeführt. Basierend auf dem Bruttoentgelt ermittelt der Dienstherr die Beiträge, die an die gesetzliche Rentenversicherung geleistet werden müssen.

Durch diese Nachversicherung werden alle Dienstzeiten des Versicherten so behandelt, dass sie für einen Rentenanspruch geltend gemacht werden können. Dies kann bei Beamten, Richtern, Soldaten, Lehrern und anderen Berufsgruppen durchgeführt werden, wenn diese aus der versicherungsfreien Beschäftigung ausscheiden und keinen Anspruch auf eine Versorgung haben.

Um diesen Vorgang zu bewerkstelligen, muss der Dienstherr Formulare und Bescheinigungen ausfüllen und die Versicherung beantragen. Der bisherige Dienstherr ist auch dazu verpflichtet, sämtliche Nachversicherungsbeiträge in voller Höhe zu zahlen.