Nachhaltigkeitsrücklage

Um bei auftretenden, höheren Ausgaben nicht kurzfristig den Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung anheben zu müssen, sind die Träger der Rentenversicherung angehalten, zusätzliche Mittel in der sogenannten Nachhaltigkeitsrücklage zur Verfügung zu halten.

Die Nachhaltigkeitsrücklage bezeichnet die finanziellen Reserven der Träger der gesetzlichen Rentenversicherung. Anders als bei der privaten Rentenversicherung wird die gesetzliche Rente nicht durch angesparte Beiträge finanziert. Die gesetzliche Rentenversicherung wird nach dem Umlageverfahren finanziert, das heißt, die Beiträge der aktuellen Beitragszahler finanzieren direkt die jetzt ausgezahlten Renten. Bis zum Jahr 2003 trägt die Nachhaltigkeitsrücklage die Bezeichnung Schwankungsreserve.

Die Nachhaltigkeitsrücklage beeinflusst die Höhe des Beitragssatzes der gesetzlichen Rentenversicherung. Die Beiträge zur Rentenversicherung sind so zu berechnen, dass ihre Mittel im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben liegt. Die Mindestrücklage beträgt das 0,2-fache der monatlichen Ausgaben. Die Höchstrücklage dagegen darf das 1,5-fache der monatlichen Aufwendungen nicht überschreiten. Die Nachhaltigkeitsrücklage soll kurzfristige Ausgabenüberschüsse durch Schwankungen am Arbeitsmarkt auffangen und die Mittel zur Erfüllung der Rentenansprüche sichern.