Nachhaltigkeitsfaktor

Die Höhe der gesetzlichen Rente wird mit einer Formel berechnet. Der Nachhaltigkeitsfaktor ist ein Teil der Berechnungsgrundlage. Er setzt die Anzahl der Beitragszahler mit der Zahl der Rentenempfänger in Relation.

Seit dem Jahr 2004 regelt ein Gesetz die nachhaltige Finanzierung der gesetzlichen Rente (RV-Nachhaltigkeitsgesetz). Um eine dauerhaft sichere Finanzierung der Renten sicherzustellen, ergänzt seitdem der Nachhaltigkeitsfaktor die sogenannte Rentenanpassungsformel.

Der Nachhaltigkeitsfaktor setzt die Anzahl der Beitragszahler in der gesetzlichen Rentenversicherung mit der Zahl der Rentenempfänger ins Verhältnis. Steigt die Zahl der Rentner an, während die Zahl der Beitragszahler konstant bleibt oder gar abnimmt, dämpft der Nachhaltigkeitsfaktor das Ansteigen der Rentenhöhe und führt zu einer Entlastung der Beitragszahler.

Jedes Jahr wird die Höhe der Renten angepasst. Bei der Berechnung wird die Entwicklung der Bruttolöhne, der sogenannte "Riesterfaktor" und der Nachhaltigkeitsfaktor berücksichtigt. So beeinflusst die nicht nur die Lohnentwicklung und die mit jedem Jahr steigende Versorgung durch private Vorsorge mit ein. Der Nachhaltigkeitsfaktor berücksichtigt auch das zahlenmäßige Verhältnis zwischen Beitragszahlern und Rentenempfängern.