Generationenvertrag

Der Generationenvertrag sieht eine Umlagefinanzierung in der gesetzlichen Rentenversicherung vor. Seit Langem sind jedoch die Probleme dieses umlagefinanzierten Systems bekannt: Das Rentenniveau sinkt; fast jeder Dritte in Deutschland ist über 60 Jahre alt.

Der Generationenvertrag ist ein solidarischer Vertrag zwischen den Generationen, der eine umlagefinanzierte Rentenversicherung vorsieht. Dabei erbringen Erwerbstätige die Rentenleistung für Menschen, die bereits im Ruhestand sind. Die spätere Rente heutiger Arbeitnehmer wird wiederum von den nächsten Generationen finanziert. Dieser Generationenvertrag bildet die Grundlage für das System der gesetzlichen Rentenversicherung und bezieht alle versicherungspflichtigen Arbeitnehmer in das Umlageverfahren ein.

Die Beiträge zur Rentenversicherung werden automatisch vom Arbeitgeber abgeführt. Als Generationenvertrag unterliegt das System allerdings den demografischen Entwicklungen und führt bereits jetzt zu einem sinkenden Rentenniveau und steigenden Lebensarbeitszeiten. Außer Frage steht, dass die gesetzliche Rente aus dem Generationenvertrag später kaum noch ausreicht, um den heutigen Lebensstandard zu halten. Neben der gesetzlichen Rente gewinnen daher Betriebsrenten und private Vorsorgemodelle zur Altersversorgung immer mehr an Bedeutung.