Erziehungsrente

Im deutschen Rentensystem erhält die Erziehungsrente ein geschiedener Ehepartner, wenn der frühere Ehepartner verstirbt. Sie stellt eine Leistung aus der Versicherung des Überlebenden dar und wird maximal bis zur Regelaltersgrenze gezahlt.

Der Rentenanspruch auf die Erziehungsrente besteht nur dann, wenn der hinterbliebene Ehepartner ein eigenes Kind erzieht, wobei es nicht unbedingt das Kind des Verstorbenen sein muss. Eine weitere Voraussetzung ist, dass die Ehe nach dem 30. Juni 1977 geschieden wurde und keine erneute Heirat stattgefunden hat. Eine allgemeine Wartezeit von fünf Jahre muss erfüllt werden, um Anspruch auf diese Rente zu haben.

Wurde ein Rentensplitting unter den Ehegatten durchgeführt und verstarb ein Ehepartner, so hat der Hinterbliebene Anspruch auf diese Rente, wenn ein eigenes oder gemeinsames Kinder erzogen wird und auch keine erneute Heirat nach der Scheidung stattgefunden hat. Die Höhe der Erziehungsrente entspricht in etwa der Erwerbsminderungsrente. Ein eigenes Einkommen des hinterbliebenen und geschiedenen Ehepartners wird auf die Rente angerechnet, wobei es bestimmte Freibeträge gibt.