Erwerbsminderung

In der Rentenversicherung wird zwischen der teilweisen und der vollen Erwerbsminderung unterschieden, wobei der gesundheitliche Zustand des Arbeitnehmers sowie die maximal mögliche Betätigung ausschlaggebend dafür sind, in welche Kategorie man eingeteilt wird.

Kann ein Arbeitnehmer nur maximal sechs, aber mindestens drei Stunden täglich seiner beruflichen Beschäftigung nachgehen, so spricht man von einer teilweisen Erwerbsminderung. In diesem Fall besteht die Möglichkeit, eine Erwerbsminderungsrente in Anspruch zu nehmen, sofern deren medizinische Notwendigkeit nachgewiesen werden kann und die Mindestversicherungszeiten erfüllt werden.

Besteht für den Arbeitnehmer keine Möglichkeit, einer Teilzeitbeschäftigung nachzugehen, prüft die Rentenversicherung, ob ein Anspruch auf eine volle Erwerbsminderungsrente besteht. Die Gründe für Erwerbsminderungen können unter anderem eine Krankheit oder Behinderung sein, deren Heilung bzw. Besserung nicht in absehbarer Zeit zu erwarten ist. Aber auch andauernde Krankheit gibt Anlass, einen Antrag auf eine teilweise oder volle Erwerbsminderungsrente stellen zu können. Die Erwerbsminderungsrente wird nur gewährt, wenn der Versicherte die Regelaltersgrenze noch nicht erreicht hat, aber die allgemeine Wartezeit bereits erfüllt wird.