Bezugsgröße Rentenversicherung

Die Bezugsgröße der Rentenversicherung entspricht dem durchschnittlichen Entgelt aller Versicherten in der gesetzlichen Rentenversicherung. Die Rechengröße dokumentiert damit die allgemeine Einkommensentwicklung und hat Einfluss auf die Rechengrößen in der Krankenversicherung sowie auf weitere Zweige der Sozialversicherung in Deutschland.

Als Bezugsgröße wird nach § 18 des Sozialgesetzbuches das Durchschnittsentgelt bezeichnet. Diese Rechengröße der gesetzlichen Rentenversicherung steht für das jährlich ermittelte Durchschnittseinkommen aller gesetzlich Versicherten. Die Bezugsgröße erfasst als Mittelwert das Entgelt der Versicherten in der gesetzlichen Rentenversicherung und gibt damit jährlich Auskunft über die aktuelle Einkommensentwicklung in Deutschland.

Auf Basis dieser Einkommensentwicklung erfolgt eine Anpassung der Bezugsgrößen in der Sozialversicherung wie der Familienversicherung und freiwilligen Versicherung in der Krankenversicherung. Auch auf andere Zweige der Sozialversicherung wie die Arbeitslosenversicherung und Pflegeversicherung hat die allgemeine Bezugsgröße einen Einfluss. Das bedeutet: Mit einer Änderung der allgemeinen Einkommenssituation ergibt sich eine jährliche Leistungsanpassung der Sozialversicherung. Aufgrund geringerer Einkommen gilt dabei für die neuen Bundesländer eine niedrigere Größe. Die jährliche Bezugsgröße wird immer im Voraus festgelegt.